Kaffeemaschinen Ratgeber

 

Für jeden Geschmack die richtige Kaffeemaschine

 

Kaffee zählt laut Statista zu den Top 3 der beliebtesten Getränke der Deutschen. Kein Wunder, dass knapp 85 % der deutschen Haushalte bereits mit einer Kaffeemaschine ausgestattet sind. Unter den Bestsellern sind Filterkaffeemaschinen, Kaffeevollautomaten und Kapselmaschinen zu nennen. Doch für welchen Bedarf sind die einzelnen Kaffeemaschinen-Typen geeignet? Und durch welche besonderen Vorteile und Eigenschaften zeichnen sich diese aus?
Antworten zu diesen und vielen weiteren Fragen finden sie in diesem Ratgeber.

Frischen Sie außerdem Ihr Kaffee-Wissen auf: Was ist der Unterschied zwischen Arabica und Robusta? Und welche Bohne eignet sich für welchen Kaffee? Wir haben die Antworten!

 

Unsere Themen im Überblick

Kaffeemaschinen

 

 

Die 5 entscheidenden Variablen des Kaffeekochens

 

Die Kaffeezubereitung ist für viele wie ein Buch mit sieben Siegeln. Die Kaffeemaschine trägt zwar wesentlich zum Kaffeegenuss bei, jedoch gibt es darüber hinaus eine Reihe weiterer Einflussfaktoren. Bevor es also mit den unterschiedlichen Kaffeemaschinen losgeht, möchten wir Sie zu Beginn über die wichtigsten Rahmenbedingungen aufklären.

 

1. Die Qualität des Kaffees

Eine hochpreisige Kaffeemaschine ist der vermeintliche Qualitätsgarant für geschmackvollen Kaffee. Doch selbst die teuerste Maschine würde die billigste Kaffeebohne nicht in ein Geschmackswunder verwandeln. Insbesondere die Röstung der Bohne ist ein wichtiges Kriterium. Denn erst durch diesen Vorgang erhält der Kaffee sein einzigartiges Aroma. Die Dauer der Röstung entscheidet dann über die Intensität des Aromas. Um den Geschmack der Kaffeebohne lange zu erhalten, ist außerdem die richtige Lagerung von Bedeutung. Lesen Sie im Absatz „Unsere Tipps“, was dabei zu beachten ist.

 

2. Die richtige Dosierung

Für einen ausgewogenen Geschmack ist das richtige Verhältnis von Wasser zu Kaffee, also die Kaffeestärke, entscheidend. Natürlich mag jeder Kaffeetrinker sein Heißgetränk anders. Wässriger Kaffee ist jedoch genauso ungenießbar wie zu starker Kaffee. Als Richtwert werden daher 6 bis 8 Gramm gemahlener Kaffee pro Tasse Kaffee empfohlen. Bei vielen Kaffeemaschinen ist die richtige Menge bereits eingestellt, bzw. in Kaffeekapseln vorportioniert.

 

3. Die Wasserqualität

Die Wasserhärte, also der Kalkgehalt des Wassers, kann den Geschmack des Kaffees maßgeblich beeinflussen. Dabei gilt: Je weicher, desto besser ist Wasser für die Kaffeezubereitung geeignet. Ausführliche Informationen rund um die Wasserhärte und den Optimalwert finden Sie im Kapitel „Der Einfluss der Wasserhärte auf den Kaffeegeschmack“.

 

4. Der Mahlgrad

Der Mahlgrad des Kaffees ist wichtiger, als es zunächst scheint. Denn dieser beeinflusst die Extraktion des Kaffees. So nennt man den Brühvorgang, durch den die Aromastoffe aus dem gemahlenen Kaffee herausgelöst werden. Das Endprodukt, was wir als „Kaffee“ bezeichnen fließt dann in die Kaffeetasse. Der Kaffeesatz ist dementsprechend das Abfallprodukt aus den ungelösten Stoffen. Kaffee wird also nicht zu 100 % extrahiert. Die optimale Extraktion für einen ausgewogenen und harmonischen Kaffee liegt zwischen 18 und 22 %.

Doch wie hängt nun der Mahlgrad damit zusammen? Die Kontaktzeit des Wassers mit dem Kaffeepulver beeinflusst den Extraktionsgrad. Je granularer das Kaffeepulver, desto länger ist auch der Kontakt mit dem Wasser und desto höher wiederum die Extraktion.

 

5. Brühdruck und Brühtemperatur

Auch der Brühdruck wirkt sich auf die Extraktion des Kaffees aus. Durch hohen Druck lassen sich nämlich die Aromen leichter aus dem Kaffeemehl lösen. Sehr fein gemahlene Bohnen und zugleich hoher Druck können folglich sehr bitteren Kaffee erzeugen, der sogar verbrannt schmecken kann. Auch die Brühtemperatur beeinflusst die Extraktion. Zu heißes bzw. kochendes Wasser löst zu viele Bitterstoffe aus dem Kaffee heraus. Die optimale Brühtemperatur hat eine ziemlich geringe Spanne von 92 bis 96°C – also knapp unter dem Siedepunkt von Wasser. Bei geringeren Temperaturen kann der Kaffee verwässern. Welche Rolle der Tamper für Siebträgermaschinen dabei spielt, lesen Sie unter unseren Tipps „So tampern Sie richtig!“.

 

 

Kaffeemaschinen-Typen

 

Kaffeevollautomaten – Die Allrounder

Kaffeevollautomat

 

Funktionsweise und Kaffeezubereitung
Mithilfe eines Kaffeevollautomaten können alle begehrten Kaffeespezialitäten zubereitet werden. Ob Caffé Crema, Cappuccino, Latte Macchiato oder Espresso – die Vielfalt eines Kaffee-Vollautomaten kennt keine Grenzen. Mit gefülltem Wassertank und Kaffeebohnen-Behälter kann es direkt losgehen. Ein Knopfdruck genügt – den Rest erledigt die Maschine. Je nach Modell kann eine bis zwei Tassen pro Durchlauf zubereitet werden.

Doch wer die Wahl hat, hat die Qual. Bei den meisten Kaffeevollautomaten haben Sie sogar die Option zwischen verschiedenen Größen und der Stärke des Kaffees. Bei den meisten Modellen ist außerdem eine Dampfdüse für frischen Milchschaum oder heißes Wasser integriert.

 

Vorteile Vorteile

 

Nachteile Nachteile

 

Einsatzbereich
So abwechslungsreich wie ein Kaffeevollautomat ist, so vielfältig ist auch sein Einsatzgebiet. Dieser Allrounder unter den Kaffeemaschinen findet sowohl Platz im privaten Haushalt als auch in der Büroküche. Mit einem Kaffeevollautomaten kommt jeder Kaffeeliebhaber auf seine Kosten. Doch gerade in der Kaffeeküche im Büro, in der sich die Kollegen zu den unterschiedlichsten Zeiten einzelne Kaffeetassen zubereiten, ist ein Kaffeevollautomat unersetzlich.

 

Preis pro Kaffeetasse
Der Preis für eine Tasse Kaffee mit dem Vollautomaten hängt von der Qualität der Kaffeebohnen ab. Billigkaffee gibt es ab 6 Cent pro Tasse. Für hochwertigere Varianten kann man aber auch über 20 Cent ausgeben.

 

Worauf Sie beim Kauf von Kaffeevollautomaten achten sollten

 

 

Filterkaffeemaschinen – Die Klassiker

 

Funktionsweise und KaffeezubereitungFilterkaffeemaschine
Für die heutige technikaffine Gesellschaft verkörpert die Filterkaffeemaschine bereits ein Hauch Nostalgie. Die klassische Variante des Kaffeekochens hat sich jedoch in zahlreichen Haushalten und Büros mit hohem Kaffeebedarf bewährt. Mithilfe einer Filterkaffeemaschine lassen sich bis zu 16 Kaffeetassen in nur einem Brühvorgang zubereiten. Dazu müssen lediglich zwei Behälter der gewünschten Menge gefüllt werden:

  1. Wasser für die gewünschte Anzahl Tassen in den Tank füllen.
  2. Die entsprechende Menge Kaffeepulver in den Filter geben.
  3. Brühvorgang per Knopfdruck starten, dann heißt es: Warten.

Für den perfekten Kaffeegenuss ist es außerdem ratsam, die Filtertüte mit Wasser zu befeuchten. Dies verhindert, dass sich der Papiergeschmack auf den Kaffee überträgt.

Nachdem die einzelnen Schritte der Kaffeezubereitung geklärt sind, bleibt nur noch eine Frage: Wie viel Kaffee und Wasser braucht man denn für den perfekten Kaffeegenuss? Kaffee ist zwar Geschmacksache und jeder Kaffeeliebhaber hat wohl seine eigenen Methoden und Vorlieben beim Kaffeekochen. Jedoch gibt es einen Grundsatz für das richtige Verhältnis von Kaffee- und Wassermenge. Dieser lautet: „Zwei gestrichene Esslöffel Kaffee pro Kaffeetasse“. Dies entspricht etwa 12 bis 15 Gramm Kaffeepulver auf 200 bis 250 ml Wasser. Damit sollten Sie in der Regel den richtigen Geschmack treffen.

 

Vorteile Vorteile

 

Nachteile Nachteile

 

Einsatzbereich
Aufgrund der hohen Leistungsfähigkeit im Gegensatz zu anderen Kaffeemaschinen, eignet sich die Filterkaffeemaschine insbesondere, wenn große Kaffeemengen auf einmal gekocht werden sollen. Dies ist insbesondere bei Konferenzen oder Meetings im Büro, sowie bei geschäftlichen oder privaten Festlichkeiten der Fall. Mit zusätzlichen Thermoskannen kann außerdem noch mehr Kaffee vorbereitet und warmgehalten werden.

 

Preis pro Kaffeetasse
Für eine Tasse Filterkaffee muss man mit etwa 15 Cent (exkl. Filter) rechnen – nach oben gibt es mit steigender Qualität kaum Grenzen. Besonders günstigen Kaffee gibt es jedoch auch schon ab 6 Cent pro Tasse. Somit kommt man bei dieser Kaffeemaschine etwa auf die gleichen Kosten pro Tasse wie bei einem Vollautomaten.

 

Worauf Sie beim Kauf von Filterkaffeemaschinen achten sollten
Auch wenn die Filterkaffeemaschine eine einfache Technologie zu sein scheint, gibt es doch einige Kriterien und Eigenschaften, auf die Sie besonderen Wert legen sollten:

 

Kaffeefiltertüten
Die Filtertüten in Pyramidenform sind essentielles Zubehör, welches beim Kaffeekochen mit Filterkaffeemaschinen verbraucht wird. Diese gibt es in den unterschiedlichsten Größen. Da die Bezeichnungen (wie 1x4®, 102 etc.) wenig selbsterklärend, sondern eher irreführend sind, ist es gar nicht so einfach die passende Filtertüte zur Kaffeemaschine auszuwählen. Ein Blick in die Gebrauchsanleitung Ihrer Kaffeemaschine – oder in den Filter selbst – kann dabei schon helfen. Denn hier sind Angaben zur geeigneten Filtergröße zu finden. Am gängigsten ist jedoch der 1x4® Filter – ein System, das übrigens von Melitta® erfunden wurde.

 

 

Kapsel-Kaffeemaschinen – Die Liftstyle-Automaten

Kapsel-Kaffeemaschine

Funktionsweise und Kaffeezubereitung
Die Funktionsweise einer Kapsel-Kaffeemaschine ist spielerisch einfach: Kapsel einlegen, Startknopf drücken und schon läuft frischer Kaffee in Ihre Kaffeetasse. Kaum eine Kaffeemaschine ist leichter zu bedienen.
Schwieriger ist dagegen die Wahl der Kaffeesorte. Denn wie Sie unter dem Abschnitt „Kaffeekapseln“ nachlesen können, haben die unterschiedlichen Hersteller von Kapselmaschinen weitaus mehr zu bieten, als nur schwarzen Kaffee.

 

Vorteile Vorteile

 

Nachteile Nachteile

 

Einsatzbereich
Aufgrund der hohen Kapselpreise eignen sich diese Kaffeemaschinen eher für gelegentliche Kaffeetrinker, die nicht mehr als eine Tasse Kaffee am Tag trinken. Vieltrinkern, die drei oder mehr Tassen pro Tag trinken, ist von einer Kapsel-Kaffeemaschine abzuraten – und das nicht nur der Umwelt zuliebe. Speziell für Büros mit hoher Kaffee-Nachfrage sind diese Maschinen langfristig betrachtet zu teuer!

 

Preis pro Kaffeetasse
Der Preis für eine Tasse Kaffee geht aus dem Preis der jeweiligen Kapseln hervor und reicht von 30 bis 60 Cent – je nach Kaffeesorte.

 

Worauf Sie beim Kauf von Kapsel-Kaffeemaschinen achten sollten

 

KaffeekapselnKaffeekapseln
Pro Kaffeetasse wird eine Kapsel in die Kaffeemaschine eingelegt. Was nach dem Brühvorgang übrig bleibt, ist ein Abfallprodukt – die Einwegkapsel, die meist aus Kunststoff oder Aluminium hergestellt wird.
Eine Kaffeekapsel enthält eine vorportionierte Menge gemahlener Kaffeebohnen von etwa 5 Gramm. Mittlerweile ist die Kapselvielfalt einzelner Hersteller auf eine gigantische Auswahl gewachsen, um Kaffee und Espresso in den unterschiedlichsten Variationen anbieten zu können. Kaffeekapseln können somit anhand zahlreicher Faktoren unterschieden werden: Aroma, Geschmacksrichtung, Intensität, Röstung, Säure und vieles mehr. Um Ihnen die Entscheidung etwas zu erleichtern, werden Kaffeekapseln nach Ihrer Intensität auf einer Skala von 1 bis (i. d. R.) 10 (zum Teil auch bis 12) – also von schwach bis stark – eingeordnet. Außerdem reicht das Portfolio von Kaffeekapsel-Herstellern weit über schwarzen Kaffee hinaus. Allein der Kaffee-Shop NESCAFÉ Dolce Gusto bietet über 30 Kaffeesorten an. Darunter auch Exotisches wie Cappuccino Ice, Espresso Caramel, Chai Tea Latte und weitere außergewöhnliche Teesorten und Schoko-Variationen.
Der Preis für die Kaffeekapseln zählt oft zu den ausschlaggebenden Kriterien einer Kapsel-Kaffeemaschine. Da viele Anbieter ihr System durch spezielle Kapseln schützen, ist es ratsam, sich vor dem Kauf der Maschine über kompatible Alternativen zu informieren. Mit Kapseln von Billiganbietern, die kompatibel zu den Originalprodukten sind, kann man meist mehr Geld sparen, als man denkt. Daher empfehlen wir: Machen Sie den Geschmackstest!

 

 

Kaffeepadmaschinen – Die Alltagsbegleiter

Kaffeepadmaschine

 

Funktionsweise und Kaffeezubereitung
Eine Kaffeepadmaschine funktioniert ähnlich wie eine Kapsel-Kaffeemaschine. Mit dem einzigen Unterschied: Sie müssen ein Kaffeepad anstelle einer Kapsel einlegen. Einige Modelle bieten auch die Funktion zwei Tassen gleichzeitig zu füllen. Dafür müssen dann jedoch zwei Pads in die Maschine eingelegt werden. Denn auch hier gilt: Ein Pad für eine Tasse Kaffee!

 

Vorteile Vorteile

 

Nachteile Nachteile

 

Einsatzbereich
Kaffeepadmaschinen eignen sich wie Kapselmaschinen auch für den privaten Gebrauch, wo Kaffee in haushaltsüblichen Mengen konsumiert wird.

 

Preis pro Kaffeetasse
Aufgrund der hohen Qualitätsunterschiede, gibt es Kaffeepads in allen möglichen Preisklassen. Schwarzer Kaffee lässt sich schon zu einem Tassenpreis von 9 bis 30 Cent zubereiten. Andere Spezialitäten wie Cappuccino dagegen können mit über 50 Cent pro Tasse zu Buche schlagen.

 

Worauf Sie beim Kauf von Kaffeepadmaschinen achten sollten

 

 

Kaffeebereiter „French Press“ – Die Single-Kanne

Kaffeebereiter French-Press

Funktionsweise und Kaffeezubereitung
Kaffeebereiter – oder auch „French-Press“ genannt – sind eine Alternative zur herkömmlichen Filterkaffeemaschine, wenn weniger Kaffeetassen benötigt werden. Zur Zubereitung muss zunächst die gewünschte Menge Wasser gekocht werden. Dann gibt man die entsprechende Menge Kaffeepulver in den Bereiter und übergießt dieses mit dem kochenden Wasser. Nach wenigen Minuten drückt man den Filter nach unten und kann dann den frischen Kaffee einfach ausgießen.

 

Vorteile Vorteile

 

Nachteile Nachteile

 

Einsatzbereich
Da das Fassungsvermögen bei den meisten Kaffeebereitern auf etwa einen Liter beschränkt ist, eignen sich diese Kaffeekocher für kleine Gruppen von zwei bis fünf Personen. Mit dieser kleinen – vor allem für den privaten Haushalt geeigneten – Kaffeemaschine kann man klassischen Kaffeegenuss im Nu zaubern.

 

Preis pro Kaffeetasse
Der Preis liegt hier wie bei der Filterkaffeemaschine bei ca. 15 Cent. Allerdings kommen keine weiteren Kosten für Kaffeefilter mehr hinzu.

 

 

Espressokocher – Die Nostalgischen

Espressokocher

Funktionsweise und Kaffeezubereitung
Der Espressokocher, der unter dem Namen „Moka Express“ von Bialetti erfunden wurde, ist wohl die älteste Technologie unter den Kaffeemaschinen, die auch heute noch in den Haushalten zu finden ist. Die Kanne dient zur Kaffeezubereitung auf der Herdplatte – ja richtig: Kaffee, nicht Espresso! Häufig sorgt der Name „Espressokocher“ für Verwirrung. Denn das Ergebnis ist kein hochkonzentrierter Koffeindrink, sondern einfacher Kaffee. Zur Zubereitung von Espresso wäre ein Druck von 9 bar notwendig. Der Espressokocher schafft es dagegen gerade mal auf 1,5 bar.

In wenigen Handgriffen ist der Kaffee traditionell zubereitet:

  1. Zunächst muss der untere Kessel mit beliebig viel Wasser gefüllt werden – maximal jedoch bis zum Ventil. Je stärker Sie den Kaffee wünschen, desto weniger Wasser sollten Sie in den Kessel füllen.
  2. Danach setzen Sie den Kaffeetrichter ein und füllen diesen mit Espresso- oder Kaffeepulver.
  3. Nun schrauben Sie das Oberteil der Kanne auf den Kessel.
  4. Stellen Sie die Kanne auf den Herd und erhitzen Sie diesen, um das Wasser zum Kochen zu bringen.
  5. Das kochende Wasser wird dann durch den Kaffeetrichter nach oben gezogen. Ein leises Zischen lässt meistens darauf schließen, dass der Kaffee vollständig in die Kanne gelaufen ist.

 

Vorteile Vorteile

 

Nachteile Nachteile

 

Einsatzbereich
Aufgrund ihrer Größe eignen sich Espressokocher für den privaten Gebrauch, wenn kleinere Mengen Kaffee zubereitet werden sollen. Da sie außerdem sehr handlich sind, lassen sie sich aber auch bequem auf Reisen mitnehmen. So zum Beispiel ins Ferienhaus oder zum Camping-Urlaub. Allerdings sollte man dann auch Zugriff auf eine Herdplatte oder ähnliches haben.

 

Preis pro Kaffeetasse
Der Preis einer Tasse Kaffee aus dem Espressokocher ist mit dem eines Filterkaffees (6 bis 15 Cent) gleichzusetzen. Denn auch hier werden gemahlene Kaffeebohnen verwendet.

 

Worauf Sie beim Kauf eines Espressokochers achten sollten

 

 

Siebträgermaschinen – Die Kaffee-Krönung

 

Funktionsweise und KaffeezubereitungSiebträgermaschine
In einer Siebträgermaschine steckt – ganz im Gegensatz zum Vollautomaten – wahre Handarbeit. Der Kaffee wird zwar auf Knopfdruck zubereitet, jedoch müssen die Kaffeebohnen zunächst selbst gemahlen und das Pulver dann in den Siebträger gefüllt werden. Mithilfe eines Tampers wird dieses dann angedrückt. Das mag zu nächst einfach klingen. Tatsächlich steckt hinter diesem Verfahren jedoch die wahre Kunst des Kaffeekochens. Ein Siebträger bietet die unterschiedlichsten Einstellungen, die den Kaffeegeschmack unmittelbar beeinflussen: Temperatur, Brühdruck, Wassermenge etc. Mit einem separaten Mahlwerk kann auch der Mahlgrad individuell eingestellt werden.

Mit einer Siebträgermaschine können gewissermaßen nur Kaffee und Espresso in verschiedenen Größen zubereitet werden. Für andere Spezialitäten wie Cappuccino, Latte Macchiato etc. ist zusätzlich eine Milchschaumdüse notwendig, die aber in vielen Geräten integriert ist.

 

Vorteile Vorteile

 

Nachteile Nachteile

 

EinsatzbereichLatte-Art
Aufgrund der hohen Kaffeequalität ist der Siebträger besonders für hohe Ansprüche und den Gastronomiebedarf geeignet. Für einen professionellen Barista gibt es zum Siebträger keine Alternative. Denn nur wenn Temperatur, Brühdruck, Mahlgrad und damit auch die Crema stimmen, können kulinarische Kunstwerke entstehen, die man unter der Bezeichnung „Latte Art“ kennt. Nach der Meinung der Profis ist die Zubereitung eines erstklassigen Espressos wie in Bella Italia nur mit einer Siebträgermaschine möglich. Aber auch in privaten Haushalten findet die Siebträgermaschine dank des hochwertigen Brühverfahrens Gebrauch. Mit Ihrem zeitlosen und zugleich schicken Retro-Design liegt Sie derzeit außerdem voll im Trend.

 

Preis pro Kaffeetasse
Der Preis für eine Tasse Kaffee ist dem von Kaffeevollautomaten zu vergleichen. Entscheidend ist hierbei euch die Qualität und dementsprechend der Preis für die Kaffeebohnen.

 

Worauf Sie beim Kauf eines Siebträgers achten sollten

 

 

Unser Fazit

 

Nachdem Sie nun alle Einsatzmöglichkeiten sowie die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Kaffeemaschinen kennen, liegt die Entscheidung ganz bei Ihnen, welches Modell für Ihre Bedürfnisse das richtige ist. Ein wichtiges Kaufkriterium ist jedenfalls die Ausbringungsmenge bzw. Leistung der Kaffeemaschine. So kann sich eine Filterkaffeemaschine bei Veranstaltungen bewähren, während sich ein Kaffeevollautomat aufgrund seiner Vielseitigkeit meist in privaten Haushalten durchsetzt. Die Siebträgermaschine konnte sich bereits in Cafés und Espressobars etablieren.
Natürlich beeinflusst auch der Preis die Kaufentscheidung. Lassen Sie sich dabei jedoch nicht von scheinbaren Billigangeboten blenden. Wir raten Ihnen Anschaffungskosten und Folgekosten gegeneinander abzuwägen. Nur so können Sie einschätzen, wie teuer eine Kaffeemaschine wirklich ist! Denn Kaffee, Reparaturen, Reinigung etc. haben langfristig einen wesentlichen – wenn nicht sogar den größten – Anteil an den Gesamtkosten für eine Kaffeemaschine.

 

 

Funktionen von Kaffeemaschinen

 

Abschaltautomatik und Energiesparmodus

Die automatische Abschaltung zählt mittlerweile fast zur Standardausstattung bei allen Kaffeemaschinen-Typen. Wenn die Kaffeemaschine einige Minuten nicht in Betrieb ist, schaltet diese automatisch ab oder wechselt in den Energiesparmodus, um Strom zu sparen.

 

Reinigungs- und Entkalkungsprogramm

Die meisten neuen Maschinen verfügen mittlerweile über ein automatisches Reinigungs- oder Entkalkungsprogramm. Nicht nur Kaffeevolllautomaten, sondern auch Filterkaffeemaschinen sind dadurch extrem wartungsfreundlich: Einfach die entsprechende Tabletten oder Flüssigkeit zur Reinigung bzw. Entkalkung in die Maschine geben und das Programm starten.

 

Kontrollanzeigen

Dank der zahlreichen Kontrollleuchten an Kaffeemaschinen kann keine Statusmeldung übersehen werden. Viele Geräte sind mit den folgenden Kontrollanzeigen ausgestattet:

 

Kaffeeauslauf und Tassenstand

Da mit Kaffeevollautomaten, Padmaschinen sowie Kapselmaschinen die unterschiedlichsten Heißgetränke ausgegeben werden können, bieten diese oftmals die Möglichkeit den Kaffeeauslauf oder den Tassenstand an die Höhe der Kaffeetasse anzupassen. So kann der Kaffeeauslauf auf die richtige Höhe der entsprechenden Tasse gebracht werden. Für die Zubereitung eines Espressos kann bei einem Kaffeevollautomaten beispielsweise der Kaffeeauslauf gesenkt werden. Bei Kapsel- der Padmaschinen wird hingegen meist der Tassenstand erhöht, um einen sauberen Auslauf zu gewährleisten. Beim Kauf einer Kaffeemaschine sollten Sie deshalb immer auch die maximale Tassenhöhe im Blick haben, um sicherstellen zu können, dass Ihre Tasse auch unter den Kaffeeauslauf passt. In der Regel muss man hierbei aber keine bösen Überraschungen befürchten.

 

Tassenzähler

Für die Kaffeetrinker, die ihren Konsum unter Kontrolle haben wollen, ist in vielen Kaffeevollautomaten ein Tassenzähler integriert. So hat man sogar einen Überblick über die konsumierten Kaffeespezialitäten.

 

 

Der Einfluss der Wasserhärte auf den Kaffeegeschmack

 

Der Härtegrad des Wassers ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal für den Kaffeegeschmack. Doch was bedeutet „hartes Wasser“? Und welcher Härtegrad ist zur Kaffeezubereitung ideal?

 

Wasserhärte und Kalk

Wasserhärte wird durch unterschiedliche Mineralien – vor allem Kalzium- und Magnesium-Ionen – gebildet. Je mehr dieser gelösten Ionen im Wasser enthalten sind, desto härter das Wasser. Man spricht dabei auch von Karbonhärte. Ein Anzeichen für sehr hartes Wasser sind Kalkablagerungen, die wir meist als weiße Rückstände an Wasserhähnen und Duschbrausen kennen. Kalkablagerungen in Küchengeräten sehen aber nicht nur unrein aus, sondern sind vor allem Aromablocker, da sich die Fruchtsäure der Kaffeebohne nicht entfalten kann.

 

Die optimale Wasserhärte für die Kaffeezubereitung

Die Wasserhärte wird in Deutschland in der Einheit Grad deutscher Härte (°dH) angegeben. Eine Wasserhärte mittleren Grades von etwa 8°dH ist für geschmackvollen und aromatischen Kaffee optimal. Bei zu hartem Wasser muss der Härtegrad verringert werden.

 

Bestimmung und Einstellung der Wasserhärte

Wie oft eine Kaffeemaschine entkalkt werden muss, hängt davon ab, wie hart das Wasser ist. Vor der Inbetriebnahme einer Kaffeemaschine sollte daher der Härtegrad des Leitungswassers bestimmt werden. Es gibt mehrere Möglichkeiten die Wasserhärte festzustellen. Die einfachste für Sie ist ein Anruf bei Ihrem Wasserversorger oder ein Besuch der Webseite Ihrer Behörde. Aktuelle Werte werden auch hier meist veröffentlicht.
Mithilfe von Teststreifen lässt sich die Wasserhärte aber auch individuell bestimmen. Da bei den meisten Kaffeevollautomaten die Wasserhärte programmierbar ist, ist im Lieferumfang auch häufig ein Reaktionsstreifen enthalten. Dieser muss dann nur für einige Sekunden unter Wasser gehalten werden, um den Härtegrad danach ablesen zu können.
Stellen Sie den ermittelten oder erfragten Wert, wenn möglich, bei Ihrer Kaffeemaschine ein. Nach der programmierten Wasserhärte wird nämlich der Rhythmus der Entkalkung automatisch bestimmt.

 

Der Wasserfilter zur Senkung der Wasserhärte

In vielen Kaffeemaschinen ist ein Wasserfilter zur Reduktion der Wasserhärte eingebaut. Mit seiner Hilfe kann Wasser nicht nur von geschmacksstörenden Substanzen wie Kalk, Chlor Kupfer und anderen Schwermetallen befreit, sondern auch mit wertvollen Mineralien durch Ionenaustausch angereichert werden. So kann dem Wasser mithilfe eines Filters Magnesium und Kalzium, die den Härtegrad des Wassers erhöhen, entzogen werden und im Gegenzug Natrium zuführen.

Wasserfilter

Den Unterschied zu ungefiltertem Wasser schmeckt man auch! Ein Filter verleiht dem Wasser einen weichen Charakter, was den Kaffee noch geschmackvoller macht. Außerdem ist eine Kaffeemaschine, die nicht mit Kalkablagerungen belastet wird, wesentlich langlebiger. Achten Sie beim Kauf von Wasserfiltern aber darauf, dass dieser zu Ihrer Kaffeemaschine passt! Wenn kein Wasserfilter in Ihrer Maschine integriert ist, können Sie selbstverständlich auch Wasserfilter-Karaffen kaufen. So können Sie für jede beliebige Kaffeemaschine das Leitungswasser filtern, bevor Sie es in den Wasserbehälter füllen.

 

 

Reinigung von Kaffeemaschinen

Kaffeemaschinen Reiniger

Zur Reinigung von Kaffeemaschinen stellen die Hersteller meist hilfreiches Zubehör für die jeweilige Kaffeemaschine zur Verfügung. Doch nicht jede Kaffeemaschine muss auch im gleichen Umfang gereinigt werden. Während Filterkaffeemaschinen lediglich in größeren Abständen entkalkt werden sollten, sind Kaffeevollautomaten besonders wartungsintensiv.

Zur Reinigung werden oftmals auch Haushaltsmittel wie Essig eingesetzt. Davon wollen wir Ihnen jedoch abraten, da Essig sehr geschmacksintensiv ist und sich dieser in der Maschine festsetzt. Essiggeschmack lässt sich meist nur schwer wieder aus der Maschine entfernen. Wir raten Ihnen deshalb nur den vom Hersteller empfohlenen Entkalker zu verwenden, damit Ihre Maschine noch lange einsatzfähig ist. Je nach Modell können Sie Flüssigentkalker oder Entkalkungstabletten für Ihr Gerät kaufen.
Was Sie bei der Reinigung der einzelnen Kaffeemaschinen-Typen noch beachten sollten,
erklären wir Ihnen in diesem Abschnitt.

 

Kaffeevollautomaten reinigen

 

Die Reinigung nach jedem Gebrauch
Ein Kaffeevollautomat übernimmt für Sie die regelmäßige Reinigung. Sowohl vor als auch nach dem Gebrauch wird der Kaffeeauslauf mit Wasser gespült. Dieser Vorgang ersetzt jedoch nicht die eigentliche Reinigung mit dafür vorgesehenen Reinigungsmitteln!

Die regelmäßige Reinigung
Dank der Kontrollanzeige und des automatischen Reinigungsprogramms lassen sich die meisten Kaffeevollautomaten besonders einfach reinigen. Viele Modelle zeigen sogar an, wie viele Kaffeetassen bis zur Reinigung noch ausgegeben werden können. Zur Reinigung muss dann eine Reinigungstablette in den dafür vorgesehenen Behälter eingelegt werden. Folgen Sie dann Schritt für Schritt den Anweisungen Ihrer Kaffeemaschine. Auch der Wassertank sollte bei dieser Gelegenheit berücksichtigt werden. Denn auch in Wasser, das über einen längeren Zeitraum im Tank steht, können sich Kalkrückstände und Bakterien bilden. Mit einem Putzlappen und etwas Wasser beugen Sie dieser Gefahr vor.

Die Brüheinheit reinigen
Wir empfehlen Ihnen das Brühsystem in regelmäßigen Abständen zu reinigen. Denn dieses ist besonders anfällig für Kalk, Schimmel und sonstigen Verunreinigungen. Nehmen Sie hierzu – wenn möglich – das Brühsystem aus der Kaffeemaschine heraus. Wenn Sie dies in kürzeren Abständen säubern, brauchen Sie auch nichts weiter zu tun, als die Kaffeereste mit fließendem Wasser zu entfernen.

Reinigung des Milchschaumsystems
Nach Anweisung vieler Kaffeevollautomaten ist das Milchsystem nach jedem Gebrauch mit Wasser durchzuspülen. In den Schläuchen und Düsen des Michschaumsystems bleiben nach dem Aufschäumen frischer Milch Fett- und Eiweißrückstände zurück. Diese lassen sich durch Wasser alleine aber nicht entfernen. Deshalb ist es wichtig, das Milchsystem in regelmäßigen Abständen – etwa einmal pro Monat – einer speziellen Reinigung zu unterziehen.

Entkalken
Wie die regelmäßige Reinigung, ist auch die Entkalkung bei den meisten Geräten als standardprogramm integriert. Alles, was Sie also benötigen ist ein Entkalker, der sich für Ihren Kaffeevollautomaten eignet.

 

Filterkaffeemaschinen reinigen

 

Die Reinigung nach jedem Gebrauch
Filterkaffeemaschinen sind im Vergleich zu den anderen Kaffeemaschinen sehr pflegeleicht. Nach einem Brühvorgang reicht es völlig aus den Filtereinsatz auszuspülen und die Kaffeekanne mit Spülmittel zu reinigen.

Entkalken
Die meist gestellte Frage lautet wohl: Wie oft soll die Kaffeemaschine entkalkt werden? Grundsätzlich gilt: Regelmäßig. In welchen Zeitabständen hängt jedoch von dem Härtegrad, also dem Kalkgehalt, Ihres Wassers ab. Bei geringem Kalkgehalt reicht meist eine Entkalkung nach etwa vier Monaten aus. Bei besonders hartem Wasser sollten Sie Ihre Maschine dagegen alle zwei bis drei Monate entkalken. Einige Hersteller empfehlen jedoch auch häufigere Anwendungen. Informieren Sie sich deshalb über genauere Angaben zu Ihrer jeweiligen Kaffeemaschine. Zur gründlichen Reinigung können Sie zu einem herkömmlichen Flüssigentkalker für Kaffeemaschinen greifen. Diese sind meist auch für andere Küchen- und Haushaltsgeräte einsetzbar.

Kaffeekannen reinigen
Um Kaffeeablagerungen aus Isolierkannen und Behältern zu entfernen, sind spezielle Reinigungstabletten erhältlich, die sich meist auch für Kaffeepadmaschinen oder Kapselmaschinen eignen. Haben Sie keine speziellen Reinigungstabletten zur Hand, können Sie aber auch auf gängige Geschirrspültabs zurückgreifen. Dazu einfach ein Tab mit heißem Wasser in die Kanne geben und einwirken lassen. Danach ordentlich ausspülen. Diese Methode ist jedoch nicht zur regelmäßigen Anwendung zu empfehlen, da die Spülmaschinentabs meist aggressiver sind als die speziellen Kaffeemaschinen-Reiniger. Ein weiterer Hausfrauentipp und die schonendere Variante zu Geschirrspültabs sind Gebissreiniger.

 

Kaffeepadmaschinen und Kapselmaschinen reinigen

 

Die Reinigung nach jedem Gebrauch
Kapselmaschinen und Padmaschinen spülen in der Regel nicht automatisch nach dem Einschalten bzw. vor dem Abschalten. Damit sich aber die Kaffeereste aus dem Brühsystem lösen, empfehlen wir Ihnen Ihre Maschine nach dem Gebrauch manuell durchzuspülen. Dazu das Kaffeeprogramm mit leerem Kaffeebehälter, also ohne Pad oder Kapsel, starten.

Die regelmäßige Reinigung
Einige Hersteller bieten zur gründlichen Reinigung der Kaffeemaschine spezielle Reinigungskapseln oder Reinigungstabletten an, die einfach anstelle des Kaffeepads bzw. der Kapsel in die Maschine eingelegt werden. Wenn eine Reinigung erforderlich ist, signalisiert dies die Maschine auch meist durch die entsprechende Kontrollleuchte.

Entkalken
Wie Kaffeevollautomaten verfügen auch die meisten Pad- und Kapselmaschinen über ein automatisches Entkalkungsprogramm. Zur Durchführung sind nur wenige Handgriffe notwendig. Informieren Sie sich bei Ihrem Hersteller über das empfohlene Entkalkungsmittel sowie die Häufigkeit. In der Regel ist eine Kaffeemaschine aber zwei bis vier Mal jährlich zu entkalken – abhängig vom Härtegrad des Wassers und der Nutzungshäufigkeit.

 

Espressokocher reinigen

 

Die Reinigung eines Espressokochers ist besonders einfach. Dennoch gibt es ein paar wichtige Details, die man dabei beachten sollte! Nach dem Gebrauch muss der Espressokocher in seine Einzelteile zerlegt werden. Das bedeutet: Kannenoberteil abschrauben und Kaffeesieb aus dem Wasserkessel herausnehmen. Nun alle Teile mit Wasser – und nur mit Wasser (!) – gründlich ausspülen. Verwenden Sie kein Spülmittel. Dieses würde das Material des Espressokochers irreversibel zerstören und den Kaffeegeschmack verfälschen.

 

 

Siebträgermaschinen reinigen

 

Wie gründlich Ihre Siebträgermaschine gereinigt werden muss, hängt davon ab, wie viele Kaffeetassen pro Tag damit zubereitet werden. Gastronomen, die einen hohen Tagesbedarf an Kaffee decken, sollten die Maschine auch täglich reinigen, da sich mehr Kaffeeöle an der Brühgruppe festsetzen. Bei haushaltsüblichem Gebrauch sollte eine umfassende Reinigung dagegen einmal pro Woche erfolgen.

Die Reinigung nach jedem Gebrauch
Auch wenn nur wenige Kaffeetassen zubereitet werden, ist die Kaffeemaschine zuhause nach dem Gebrauch grob zu reinigen, um den Kaffeesatz zu entfernen. Dazu wird der Siebträger aus der Brühgruppe entnommen und unter laufendem Wasser (ohne Spülmittel!) ausgespült. Die Brühgruppe selbst kann von den Rückständen des Kaffeesatzes befreit werden, indem Sie die Menge eines Espressos ohne Einsatz durch die Maschine laufen lassen und die Brühgruppe danach mit einem feuchten Küchentuch abwischen.

Die gründliche Reinigung
Eine Generalreinigung sollte im Gaststättengewerbe täglich und bei privatem Gebrauch wöchentlich stattfinden. Im keinen Arbeitsschritt zu vergessen, gehen Sie dabei schrittweise vor:

  1. Sieb aus dem Siebträger entnehmen und beides in einen Behälter mit einer Lösung aus Wasser und speziellem Reiniger für Espressomaschinen einlegen. Dabei ist darauf zu achten, dass der Kunststoffgriff des Siebträgers nicht in der Lösung liegt, da diese zu aggressiv und daher für Kunststoff ungeeignet ist.
  2. Programm für eine Kaffeetasse ohne Einsatz starten, um Kaffeereste aus der Brühgruppe zu spülen. Während das heiße Wasser ausläuft, die Brühgruppe und vor allem den Dichtungsring mithilfe einer Bürste grob reinigen.
  3. Nun folgt das Rückspülen. Dazu den ungelochten Siebträgereinsatz (sog. „Blindsieb“) in den Siebträger einlegen und mit einem Teelöffel des speziellen Brühgruppenreinigers füllen. Den Siebträger in die Maschine einsetzen und das Brühprogramm starten. Da das heiße Wasser nicht aus dem Siebträger herauslaufen kann, baut sich ein hoher Druck in der Brühgruppe auf, wodurch das Wasser samt Reiniger wieder in die Maschine zurückfließt und die Rückstände von Kaffeemehl und Öl aus der Brühgruppe spült. Ist das Programm durchgelaufen, ist diese Prozedur jedoch noch nicht beendet. Den Vorgang wiederholen, indem durch mehrmalige Durchläufe (etwa 10x) erneut Druck in der Maschine erzeugt wird. Um die Spuren des Reinigungsmittels zu beseitigen, den Siebträger entnehmen und mit Wasser ausspülen, erneut einsetzen und den Spülvorgang 10 Mal wiederholen. Zum Schluss anhand der Wasserklarheit kontrollieren, ob die Maschine vollständig von Reinigungsmittel befreit ist. Dann den Siebträger herausnehmen und nochmals heißes Wasser aus der Maschine laufen lassen. Mit einem feuchten Tuch den restlichen Feinschmutz entfernen.
  4. Zuletzt ist die Milchschaumdüse an der Reihe. Zuerst die angetrocknete Milch mit einem feuchten Tuch abreiben. Milchreste in der Düse können durch heißen Dampf gelöst werden. Reste, die sich bereits in der Düse festgesetzt haben, lassen sich durch entfernen, indem die Düse entnommen und in einem Bad mit Kaffeemaschinenreiniger für einige Minuten eingelegt wird.

 

 

Kaffee – Mehr als nur eine Bohne

 

Nicht die Kaffeemaschine alleine entscheidet über die Kaffeequalität. Für die unterschiedlichen Kaffeespezialitäten und Zubereitungsarten sind unterschiedliche Kaffeesorten geeignet. So groß wie das Angebot an Kaffeemaschinen, so vielseitig ist auch die Auswahl an Kaffee. Ob Kaffeebohnen im Ganzen oder bereits zu Pulver verarbeitet, entscheidend ist letztlich der Geschmack.

 

Kaffeebohnen oder Kaffeepulver?

 

Kaffee können wir grundsätzlich in zwei verschiedenen Formen kaufen: In ganzen Bohnen und bereits zu Kaffeepulver gemahlene Bohnen. In der Regel entscheidet der Kaffeemaschinentyp über die für Sie geeignete Form:

 

Arabica oder Robusta?

Arabica und Robusta Kaffeebohnen

Die Kaffeebohnen Arabica und Robusta machen mit 70 % bzw. 30 % den Großteil des Kaffee-Weltmarktes aus. Sie unterscheiden sich durch wesentliche Eigenschaften, die man als Kaffeeliebhaber kennen sollte.
Die Arabica, die hauptsächlich in Südamerika angebaut wird, ist die vielseitigste und bekömmlichste Kaffeebohne. Sie ist besonders weich im Geschmack und enthält wenige Bitterstoffe und Säuren und ist daher magenschonender als andere Sorten. Die Robusta, die zum Großteil aus Afrika kommt, ist dagegen kräftiger, leicht holzig und bitterer. Sie enthält außerdem weniger Öle, dafür aber mehr Koffein.

Doch welche Bohne eignet sich für welche Kaffeezubereitung?
Aufgrund ihrer aromatschen Vielseitigkeit und Bekömmlichkeit ist die Arabica für Kaffee in seiner klassischen Form geeignet. Mit der Robusta lässt sich hingegen durch den geringeren Ölgehalt eine länger haltbare Crema erzeugen. In Verbindung mit dem kräftigen Geschmack ist sie besonders beliebt, um Espresso zuzubereiten. Bei der Kaffeeherstellung greift man aber meist nicht nur auf eine einzige Kaffeesorte („Single Origin“) zurück. Um die Vorteile beider Bohnen zusammenzuführen, werden diese häufig kombiniert, was dann als „Blend“ bezeichnet wird. Das Ergebnis ist ein Kaffee, der das bekömmliche Arabica-Aroma mit einer hochwertigen Robusta-Crema vereint.

 

Kaffeebohne oder Espressobohne?

 

Wer schon einmal Kaffeebohnen gekauft hat, dem wird aufgefallen sein, dass es von einer Marke oftmals mehrere Sorten gibt: Größtenteils unterscheidet man Kaffeebohnen („Caffe Crema“) und Espressobohnen. Doch worin liegt eigentlich der Unterschied? Irrtümlicherweise geht man davon aus, dass es sich bei Espressobohnen mit Sicherheit um Robusta-Bohnen handelt, da sich diese ideal für diese Kaffeespezialität eignen. Dem ist jedoch nicht so! Kaffeebohnen und Espressobohnen werden aus dem gleich Rohstoff gewonnen – lediglich die Röstung ist entscheidend.
Um Kaffeebohnen herzustellen, müssen diese etwa 13 Minuten geröstet werden. Espressobohnen benötigen dagegen etwa 20 Minuten. Durch die Röstung treten Öle aus der Bohne heraus. Gleichzeitig wird die Säure abgebaut. Eine Espressobohne ist deshalb glänzender und dunkler und enthält außerdem weniger Säure als eine Kaffeebohne.

 

 

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Kaffee richtig aufbewahren – Kaffeedosen oder Kühlschrank?

Kaffeedose

Damit Kaffee seinen wertvollen Geschmack und sein besonderes Aroma auch nach dem Öffnen der Packung nicht verliert, spielt die richtige Aufbewahrung eine wichtige Rolle.

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So tampern Sie richtig!

Tamper mit Siebträger

Tampern gehört zur Vorbereitung bei der Kaffeezubereitung mit der Siebträgermaschine. Mithilfe eines Tampers, der einem Stempel ähnlich sieht, wird der gemahlene Kaffee im Siebträger festgedrückt. Dieser Schritt ist wichtig, damit der Kaffee richtig extrahiert wird und die Kontaktzeit mit dem Wasser nicht zu lange oder zu kurz ist. Denn je fester gepresst wurde, desto länger braucht das Wasser, um durch das Kaffeemehl hindurchzufließen.

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