Netzwerkzubehör Ratgeber

 

Modem, Router, Repeater und Co. – Welches Netzwerkzubehör wofür?

 

Bei so vielen Begriffen und der immensen Auswahl an Hardware für das Netzwerk kann man schon einmal durcheinanderkommen. Mit hilfreichen Geräten können Sie Ihr Netzwerk komfortabel optimieren und unglaublich hilfreiche Funktionen nutzen. Doch welches Gerät erfüllt noch gleich welchen Zweck? Was kann ich bei schlechtem Empfang tun? Und kann ich mein kabelgebundenes Netz auch ohne Kabel nutzen? Die Geräte rund um das Netzwerk werfen viele Fragen auf! Unser Ratgeber soll Abhilfe schaffen und erklärt Ihnen die wichtigsten Funktionen von Netzwerkzubehör einfach und anschaulich.

 

Unsere Themen im Überblick

 

 

Modem & Router

 

 

Modem

Modem

In wenigen Worten ist das Modem das Gerät, welches Sie benötigen, um Ihr Netzwerk mit dem Internet zu verbinden. Es stellt also die direkte Schnittstelle zwischen dem World Wide Web und Ihrem Netzwerk dar. Detaillierter beschrieben handelt es sich dabei um ein Kommunikationsgerät, mit dessen Hilfe digitale Daten über das Telefonnetz zwischen zwei Endgeräten – z. B. von Ihrem eigenen Rechner auf den Rechner Ihres Geschäftspartners – ausgetauscht werden.

Funktionsweise
Der Begriff Modem ist eine Wortschöpfung aus „Modulator“ und „Demodulator“, was für die beiden Funktionen des Geräts steht. Wollen Sie beispielsweise eine E-Mail verschicken – also eine aus hochfrequenten, digitalen Daten bestehende Nachricht –, wird diese vor der Übertragung so „moduliert“, dass die niederfrequente, analoge Telefonleitung sie verarbeiten und transportieren kann. Anschließend „demoduliert“ das Modem des E-Mail-Adressaten die Daten, verwandelt sie also wieder zurück in digitale Signale. So wird gewährleistet, dass die E-Mail in der Form beim Adressaten ankommt, in der Sie sie abschicken.

Einsatzbereich
Sie können ein Modem per Kabel an einen stationären Computer oder an ein Notebook anschließen und sich ins Internet einwählen, Dateien oder E-Mails versenden oder Faxe verschicken. Die Übertragung ist sowohl über eine Wählleitung wie ISDN, einen Kabelanschluss oder DSL möglich – je nachdem, welchen Anschluss Sie in Ihren Räumlichkeiten nutzen. Wenn Sie kabellos surfen und weitere Computer oder Geräte wie beispielsweise Ihr Smartphone oder Tablet einbinden wollen, dann ist ein Router nötig.

Was ist zu beachten?
Sie sollten vor dem Kauf entscheiden, über welchen Anschluss Sie Ihr Modem mit dem Internet verbinden wollen. Je nachdem, ob Sie die DSL-, ISDN- oder auch die Kabel-Variante wählen, stehen Ihnen dabei verschiedenen Geräte-Typen zur Auswahl. Auch, ob Sie das Modem über WLAN oder kabelgebunden nutzen möchten, sollten Sie vor dem Kauf festlegen.

 

Router

 

RouterEin Router ist ein zentrales Gerät, das die Kommunikation in einem Netzwerk – also zwischen verschiedenen Endgeräten untereinander und mit dem Internet – koordiniert. Mit seinen zahlreichen Schnittstellen ermöglicht er den gleichzeitigen Internetanschluss von mehreren Computern, Tablets oder Smartphones – sei es kabelgebunden mit einem LAN-Kabel oder kabellos über eine WLAN-Verbindung.

Funktionsweise
Entsprechend seiner wörtlichen Bedeutung (engl. to route = leiten, senden, steuern) dient ein Router als Steuerzentrale in einem Netzwerk. So ermöglicht er es Ihnen, Daten zwischen einzelnen Geräten innerhalb des Netzwerks auszutauschen. Darüber hinaus steuert der Router sämtliche Aktivitäten aller eingebundenen Netzwerkgeräte im Internet. Er sammelt Anfragen und Daten, schickt diese ins Netz und verteilt die Antworten an die Geräte im Netzwerk. Wollen Sie beispielsweise auf Ihrem Notebook eine bestimmte Website aufrufen und tippen diese in den Browser ein, schickt der Router eine Anfrage durch das Internet und liefert Ihnen in Sekundenschnelle die Antwort in Form der gewünschten Seite. Dabei fungiert der Router auch als Sicherheitssystem, denn ein Außenstehender kann nicht feststellen, von welchem Computer des Netzwerks eine Datenanfrage kommt. Die jeweiligen Rechner sind praktisch hinter dem Router versteckt – nur der Router kann sie identifizieren, und zwar in Form von IP-Adressen. Diese werden vom Router an die angebundenen Geräte vergeben. Dadurch ist ein nicht zu verachtender Schutz gegen unberechtigte Zugriffe von außen gegeben.

Einsatzbereich
Ein Router kommt zum Einsatz, wenn Sie Ihren Internetzugang für mehrere Computer gleichzeitig nutzen sowie diese Geräte auch untereinander vernetzen möchten. Eine solche Vorgehensweise ist im Einzelbüro ebenso sinnvoll wie im Kleinbetrieb oder im Großkonzern. Je nach Bedarf stehen Ihnen dafür Router mit unterschiedlichen Funktionen und Geschwindigkeiten zur Auswahl.

Was ist zu beachten?
In den meisten Routern auf dem Markt ist mittlerweile bereits ein Modem integriert. Dieses stellt die Verbindung zum weltweiten Netz her, wodurch der Router funktionsfähig wird. Es gibt jedoch auch Router ohne integriertes Modem. Kaufen Sie eine solche Variante, müssen Sie beachten, dass Sie ein separates Modem benötigen.

 

WLAN-Router

 

Ein WLAN-Router (Wireless LAN-Router) stellt drahtlose lokale Netze her und erlaubt Ihnen auf diese Weise, Ihre Endgeräte kabellos mit dem Router zu verbinden. Dabei generiert der Router ein WLAN-Signal in der gesamten Wohnung oder in Ihrem Büro, wodurch Sie besonders komfortabel von all Ihren Endgeräten aus auf die Dienste des Routers zugreifen können. Somit wird beim WLAN-Router im Vergleich zum kabelgebundenen Router das Ethernet-Kabel durch eine Funkverbindung ersetzt.

Funktionsweise
Grundsätzlich verläuft die Kommunikation verbundener Geräte beim Einsatz eines WLAN-Routers über eine Funkverbindung. Die daraus resultierenden WLAN-Netze können auf verschiedenen Funktionsweisen basieren. Eine Variante bietet beispielsweise ein sogenannter Access Point, welcher als Schnittstelle fungiert und die Kommunikation der Geräte organisiert (siehe Absatz „Access Point“ ). Eine zweite Variante funktioniert so, dass die Geräte untereinander kommunizieren und sich auf diese Weise organisieren.

Einsatzbereich
Drahtlose lokale Netze kommen mittlerweile nicht nur in Haushalten, sondern auch in Büroräumen zum Einsatz. Jedoch bleiben viele Firmen ihrer bereits installierten kabelgebundenen Infrastruktur treu, da sie damit über ausreichende Übertragungsgeschwindigkeiten verfügen und sich die einzelnen Teilnehmer im Netz die Bandbreite eines WLAN-Routers auf diese Weise nicht teilen müssen.

Besonders sinnvoll im Geschäftsalltag sind kabellose Netzwerke in Besprechungsräumen oder anderen Räumen, in welchen sich Kunden, Gäste oder Geschäftspartner aufhalten. So haben diese die Möglichkeit sich mühelos mobil mit dem lokalen Netz zu verbinden und ihre Präsentationen abzuhalten oder auf das Internet zuzugreifen.

Insbesondere zum Vorteil der Gäste finden sogenannte WLAN-Hotspots an öffentlichen Orten wie Hotels, Cafés oder auch Tankstellen Verwendung. Diese erlauben den Kunden, ihr Endgerät mit dem Internet zu verbinden und beim Surfen meist von schnellen Datenraten zu profitieren.

Was ist zu beachten?
Bei der Funkverbindung über die Luft kann es vorkommen, dass sich die Übertragungsgeschwindigkeit beim Einsatz mehrerer Geräte verringert, da – anders als bei kabelgebundenen Verbindungen – alle Geräte um dieselbe Bandbreite ringen. Prinzipiell gilt außerdem: Je größer die Übertragungsdistanz, desto geringer die Datenrate. Hindernisse wie Zimmerwände und -türen beeinträchtigen die Datenübertragung ebenfalls.

 

Mobiler WLAN-Router

Mobiler-WLAN-Router

Im Gegensatz zu einem gewöhnlichen WLAN-Router wird ein mobiler WLAN-Router nicht über ein Kabel mit Ihrem Modem oder Internetanschluss in der Wohnung verbunden, sondern stellt die Internetverbindung wie ein Smartphone über das Mobilfunknetz her. Auf diese Weise wird er mobil und kann auch unterwegs genutzt werden.

Funktionsweise
Damit der mobile WLAN-Router auf das Mobilfunknetz zugreifen kann, wird eine SIM-Karte in das Gerät eingelegt. Im Vergleich zu einem Smartphone ist der Router jedoch auch für die Nutzung mehrerer Geräte konzipiert und gewährleistet meist schnellere Verbindungen, was jedoch auch vom Netzbetreiber abhängig ist.

Einsatzbereich
Viele Smartphones besitzen zwar die Funktion, einen Hotspot herzustellen, jedoch ist deren Leistung dabei nicht für diesen Zweck konzipiert, weshalb sie weitaus geringere Übertragungsgeschwindigkeiten als mobile WLAN-Router aufbringen. Wenn man also unterwegs ist und dabei eine reibungslose Internetverbindung nutzen möchte, ist ein mobiler WLAN-Router die beste Ausstattung. Die meisten Modelle sind außerdem super handlich und dadurch zusätzlich perfekt für die Nutzung auf Reisen. Auch für ländlichere Gegenden, in welchen die kabelgebundene Internetverbindung noch auf Kupferkabeln basiert, kann ein mobiler WLAN-Router gegebenenfalls von Nutzen sein. Das mobile Netz gewährt womöglich schnellere Datenraten und lässt sich mit dem mobilen Router besonders einfach nutzen.

Was ist zu beachten?
Was Sie vor dem Gebrauch eines mobilen WLAN-Routers – wie bei der Nutzung anderer mobiler Geräte – stets beachten müssen, ist, dass dieser immer aufgeladen ist, wenn Sie ihn benötigen. Anders als bei einem gewöhnlichen WLAN-Router ist der mobile Router schließlich nicht am Stromnetz angeschlossen ist. Darüber hinaus können Sie auch bei mobilen Routern zwischen verschiedenen Geschwindigkeiten wählen, wobei Sie vor der Wahl zwischen 3G-Routern und den leistungsfähigeren LTE-Routern stehen.

 

DSL-Router

 

Als DSL-Router wird ein DSL-Modem bezeichnet, in welchem ein Router bereits integriert ist. DSL steht dabei für Digital Subscriber Line und umfasst eine Reihe von Übertragungsstandards, bei welchen Daten über Kupferleitungen mit hohen Raten übertragen werden. Die Verbindung zwischen einem DSL-Router und den Endgeräten kann entweder kabelgebunden über mehrere LAN-Anschlüsse verlaufen oder kabellos durch einen integrierten WLAN Access Point.

Funktionsweise
Der DSL-Router kombiniert ein Modem und einen Router in einem und ermöglicht den Anschluss mehrerer Arbeitsgeräte an ein Gerät. Dazu wird der DSL-Router an eine DSL-Leitung angeschlossen, welche im Vergleich zu ISDN schnelle Breitbandverbindungen gewährleistet. Da die DSL-Internetverbindung eine andere Frequenz wie das Telefonnetz verwendet und durch einen zusätzlichen Splitter die Verbindung in zwei Kanäle getrennt wird, ist es seit der Erfindung von DSL möglich, über eine Leitung gleichzeitig zu telefonieren und zu surfen.

Einsatzbereich
DSL-Anschlüsse sind mittlerweile der Standard in den meisten Haushalten und lösten allmählich den Klassiker ISDN ab. Abgesehen von dem praktischen Vorteil des zeitgleichen Telefonierens und Surfens wurden dadurch auch die Internetverbindungen um etwa 250 Mal schneller. Inzwischen wurde das DSL durch Glasfasertechnik noch schneller. Diese Variante wird VDSL genannt. Allerdings ist die VDSL-Technik noch nicht überall verfügbar und wird außerdem von älteren Routern nicht unterstützt.

Was ist zu beachten?
Der Name DSL-Router macht kenntlich, dass das Gerät eine Verbindung über einen DSL-Anschluss ermöglicht. Der Begriff Router schließt hier nicht die Integration eines Modems aus. Auch ein gewöhnlicher WLAN-Router mit Modem kann in die Kategorie DSL-Router fallen und umgekehrt.

 

 

PowerlinePowerline

 

Ein Powerline Adapter ermöglicht es, über eine Stromleitung ins Internet zu gehen. Dabei werden die Daten über das Stromkabel geschickt, während dieses Strom leitet. So kann jede Steckdose zu einem Internetanschluss werden.

Funktionsweise
Um die Stromleitung für die Datenübertragung zu nutzen, muss zwischen Router und Steckdose ein Powerline Adapter geschaltet werden sowie ein zweiter zwischen Endgerät und einer zweiten Steckdose. Je nach Modell kann ein Powerline Adapter dabei eine kabelgebundene oder auch eine WLAN-Verbindung herstellen.

Einsatzbereich
Powerline Adapter eignen sich speziell dann, wenn das Signal Ihres Routers nicht in die Räume gelangt, in welchen Sie sich eine Internetverbindung wünschen oder diese benötigen. Wenn sich beispielsweise Ihr Internetanschluss im Keller befindet, Sie den Router dort platzieren müssen und die WLAN-Verbindung nicht ausreicht, erspart Ihnen der Powerline Adapter das Verlegen von langen Kabeln. Ebenso in Einsatzbereichen mit dicken Wänden oder anderen Hindernissen, die die Funkverbindung beeinträchtigen, können Powerline Adapter die Lösung des Problems sein.
Auch wenn Sie aufgrund von Sicherheitsrisiken auf die Verwendung eines WLAN-Netzes verzichten wollen, stellt ein Powerline-Adapter eine ausgezeichnete Alternative dar. Der Powerline Adapter ermöglicht Ihnen die kabelgebundene Internetverbindung im gewünschten Raum, wodurch Ihr Netz sicher vor Hacker-Angriffen bleibt.

Was ist zu beachten?
Wie bei Routern sollten Sie bei der Wahl eines Powerline Adapters auf die Leistung bei der Übertragungsgeschwindigkeit achten. Des Weiteren können Sie einen besonders praktischen Powerline-Adapter mit integrierter Steckdose wählen, durch welchen Sie nicht einmal auf die verwendete Steckdose verzichten müssen und weiterhin ein strombetriebenes Gerät angeschlossen werden kann.

 

 

Switches

 

Switch

Ein Switch ist ein Gerät, an welches mehrere Netzwerkgeräte angeschlossen werden können. Er dient in einem Netzwerk dazu, mehrere Rechner miteinander zu verbinden. Er arbeitet als eine Art Netzwerkweiche und wird daher auch Verteiler genannt. An das Gerät werden mindestens zwei Computer angeschlossen, welche anschließend Daten untereinander austauschen können.

Funktionsweise
Ein Switch ist eine Art intelligenter Hub. Während ein Hub jedoch die Daten, die von einem Computer aus gesendet werden, an alle anderen angeschlossenen Rechner verteilt, identifiziert der Switch einzelne Geräte. Was den Switch also auszeichnet ist die Tatsache, dass er Datenpakete ausschließlich an den Empfänger-Port weiterleitet und nicht an alle Ports. Dies tut er, indem er sich die MAC-Adressen empfangener Datenpakete merkt und einen Port so einem angeschlossenen Gerät zuweisen kann. Auf diese Weise nutzt der Switch die verfügbare Bandbreite beim Datenaustausch optimal aus. Die anderen Leitungen werden dadurch außerdem nicht belastet und es kann nicht zu Daten-Kollisionen kommen. Des Weiteren kann ein Switch Daten gleichzeitig empfangen und senden, was ihn besonders schnell und produktiv macht.

Einsatzbereich
Switches finden dort Anwendung, wo mehrere Computer Zugriff auf dasselbe Netzwerk benötigen. Insbesondere an Arbeitsplätzen, an welchem beim Datentransfer von hohen Bandbreiten profitiert werden sollte, eignen sich Switches wunderbar zur Erweiterung Ihres Netzwerks.

Was ist zu beachten?
Switches können auch dazu dienen, Übertragungsgeschwindigkeiten zu erhöhen. Sie sollten sich vor dem Kauf im Klaren sein, für welchen Zweck Sie genau zu einem Switch greifen möchten. Möchten Sie lediglich die Möglichkeit besitzen, mehrere Geräte via Netzwerkanschluss zu verbinden, oder möchten Sie die Leistung Ihres Netzwerk-Servers zugleich erhöhen und beim Datenaustausch zwischen Ihren Geräten neue Maßstäbe in Bezug auf die Geschwindigkeit setzen?

 

 

WLAN Access Points

 

WLAN-Access-PointDer Access Point – übersetzt Zugangspunkt – dient als Brücke, um Daten aus dem Internet an beispielsweise einen PC weiterzuleiten. Er wird auch als Basisstation bezeichnet. Für gewöhnlich sind WLAN Access Point, Router sowie Modem bereits in Form eines WLAN-Routers vereint, weshalb die Unterschiede für den Endverbraucher oft nicht bekannt sind. Während das Modem die Verbindung zum Internet selbst herstellt und der Router die Kommunikation koordiniert, ist der Access Point dafür zuständig, die Verbindung von Geräten mit dem Internet zu gewährleisten. Er ist also die direkte Schnittstelle zwischen Ihrem Endgerät und Ihrem Router.

Funktionsweise
Access Points empfangen Daten über ein Ethernet-Kabel und funken diese an WLAN-Geräte weiter. Auf diese Weise fungiert der Access Point als Schnittstelle zwischen Kabel- und Drahtlosnetzwerk. Ganz ohne eigenen Router befördert der WLAN Access Point so Geräte in das drahtlose Netzwerk.

Einsatzbereich
WLAN Access Points dienen häufig dazu, WLAN-fähige Endgeräte über das WLAN-Funknetz mit einem LAN oder einem anderen kabelgebundenen Datennetz zu verbinden. Einfacher ausgedrückt macht ein Access Point Ihr LAN WLAN-fähig. Wenn Sie beispielsweise ein LAN mit einem Netzwerk-Port besitzen, können Sie mittels eines Access Points dieses Netzwerk WLAN-fähig machen und dadurch von kabelloser Verbindung profitieren. In Räumen, in welche Ihr Funknetz nicht gelangt, jedoch ein Kabelanschluss besteht, eignet sich ein WLAN Access Point optimal zur Erweiterung Ihres Funknetzes. Auch in Verbindung mit einem Powerline-Adapter können Sie dieses Prinzip verwirklichen.

Des Weiteren können Sie gleich mehrere Endgeräte über den WLAN Access Point mit dem Internet verbinden, was von großem Vorteil ist, falls Ihre LAN-Schnittstelle nur einen Kabelzugang besitzt. Sollte das jedoch der einzige Punkt sein, der für einen Access Point spricht, sind Sie mit einem Switch, welcher als Verteiler arbeitet, in der Regel besser bedient.

Was ist zu beachten?
Halten Sie sich stets vor Augen, wozu Sie einen WLAN Access Point verwenden möchten. Der Hauptgrund, der dafür spricht, ist, Ihr Kabelnetz WLAN-fähig zu machen. Wenn Sie dagegen die Reichweite Ihres WLAN-Signals erweitern wollen, ist womöglich ein sogenannter WLAN-Repeater die richtige Wahl.

 

 

Repeater

 

WLAN-Repeater

WLAN-Repeater

 

Ein WLAN-Repeater verstärkt Ihr WLAN-Signal und sorgt dafür, dass Ihr WLAN-Netz die gesamte Wohnung oder Ihr Büro abdeckt. Daher kann er auch WLAN-Verstärker genannt werden.

Funktionsweise
Ein WLAN-Repeater arbeitet zwischen Router und Endgerät und verstärkt dort eingehende Signale. Dadurch erhöht sich die Reichweite des Signals und Sie haben überall in Ihren Räumlichkeiten besten Empfang. Dafür wird der Repeater einfach an eine Steckdose angeschlossen und häufig bloß per Knopfdruck mit Ihrem Router verbunden.

Einsatzbereich
Wenn Ihr WLAN-Signal durch eine Vielzahl von Räumen, Wänden oder anderen Hindernissen gelangen muss, schwächt es häufig stark ab. Für diese Umstände eignen sich WLAN-Repeater, um jeden Raum mit dem WLAN-Signal zu versorgen. Wenn Sie merken, dass beispielsweise gestreamte Videos oder Musik in bestimmten Räumen einfach nicht laden wollen, kann ein WLAN-Repeater hier die Lösung sein.

Was ist zu beachten?
Wie bei den meisten Gerätschaften im Haushalt können Sie auch bei einem WLAN-Repeater Gefahr laufen, ein für Ihre Bedürfnisse zu teures Gerät zu kaufen. Deshalb sollten Sie sich vor dem Kauf über die von Ihnen gewünschten Funktionen im Klaren sein. Beispielsweise stehen Sie vor der Wahl, ob Ihr WLAN-Repeater zusätzlich einen LAN-Anschluss oder einen USB-Anschluss besitzen soll. Des Weiteren sollten Sie wissen, welche Frequenzen Ihre Endgeräte unterstützen. Unterstützen diese zum Beispiel keine 5 GHz-Frequenz, dann brauchen Sie auch keinen teuren WLAN-Repeater mit dieser Funktion.

 

DECT-Repeater

 

DECT steht für Digital Enhanced Cordless Telecommunications. Es handelt sich dabei um einen Standard, welcher kabelloses Telefonieren gewährleistet. Der DECT-Repeater sorgt – vergleichbar mit einem WLAN-Repeater – für ein besseres Signal in Ihren vier Wänden. Kurzum ist der DECT-Repeater ein kleiner Kasten, der das Signal Ihrer kabellosen DECT-Telefone oder der zugehörigen Basisstation verstärkt.

Funktionsweise
Je nach Gerät kann der Anschluss eines DECT-Repeaters unterschiedlich funktionieren. Viele DECT-Repeater werden einfach in eine Steckdose gesteckt und geben anschließend von dort aus das Quell-Signal erneut wieder. So wird das Signal optimal verstärkt und der Radius der Reichweite erheblich gesteigert. Der DECT-Repeater funktioniert dabei praktisch wie eine zweite Basisstation. Um andere Signale nicht zu beeinträchtigen, wird bei der DECT-Technologie mit einer Frequenz von weniger als 2,45 GHz gefunkt.

Einsatzbereich
Ein DECT-Repeater kommt dann zum Einsatz, wenn die Reichweite der Basisstation Ihrer schnurlosen Telefone für das Zuhause oder den Arbeitsplatz nicht ausreicht. Am besten wird der Repeater in der Mitte der maximalen Distanz zwischen Ihrer Basisstation und der Position Ihres Telefons montiert.

Was ist zu beachten?
Achten Sie beim Kauf eines DECT-Repeaters darauf, ob dieser das international verbreitete GAP-Protokoll unterstützt. Dieses garantiert Ihnen, dass der Repeater mit einer Vielzahl von Telefonen verschiedener Hersteller kompatibel ist.

 

 

WLAN-Karten & Sticks

 

Sollte ihr Endgerät nicht mit einem WLAN-Empfänger ausgestattet sein, gibt es die Möglichkeit, diesen einfach und schnell nachzurüsten. Besonders gut eignen sich WLAN-Karten & Sticks.

WLAN-Karten

 

WLAN-Karten sorgen für die WLAN-Funktion in Ihrem PC oder Notebook. Für gewöhnlich sind sie in modernen Geräten bereits integriert. Ist dies nicht der Fall, besteht die Möglichkeit eine WLAN-Karte zu erwerben und Ihren Computer mit dieser zu erweitern.

 

WLAN-Sticks

WLAN-Stick

WLAN-Sticks dienen dazu, Endgeräte ohne WLAN-Funktion WLAN-fähig zu machen. Sie werden häufig auch (USB-)WLAN-Adapter genannt.

Funktionsweise
Der WLAN-Stick wird einfach über USB an den Computer angeschlossen und schon ist Ihr Arbeitsgerät WLAN-fähig. Der PC oder das Notebook kann sich anschließend mit Ihrem Router und dadurch kabellos mit dem Internet verbinden.

Einsatzbereich
In modernen PCs und Notebooks ist bereits eine WLAN-Karte integriert, die die kabellose Internetverbindung ermöglicht. Für ältere Geräte, die diese Funktion nicht besitzen, eignen sich WLAN-Sticks.

Was ist zu beachten?
Verwechseln Sie WLAN-Sticks nicht mit Surf-Sticks! Surf-Sticks stellen eine Verbindung zum Mobilfunknetz her und erlauben auf diese Weise komfortablen Internetzugriff von unterwegs. Sie haben bei Surf-Sticks die Auswahl zwischen verschiedenen Internetdienstanbietern und Datenpaketen. Diese Sticks dienen folglich einem anderen Zweck als WLAN-Sticks, ähneln diesen jedoch optisch sehr.

 

 

Zubehör

 

Printserver

Printserver

Ein Print-Server oder auch Druckserver arbeitet als eigenständiger Server und nimmt innerhalb eines Rechnernetzes Druckaufträge entgegen und leitet diese an den entsprechenden Drucker weiter. Sie dienen grundsätzlich dafür, Drucker ohne eigene Netzwerkschnittstelle in das Netzwerk zu integrieren.

Funktionsweise
Print-Server sitzen zwischen Netzwerk und dem entsprechenden Drucker. Dort adaptieren sie die verschiedenen Druckprotokolle und konvertieren die Druckdaten. Man unterscheidet zwischen internen und externen. Interne sind meist in Form einer Einsteckkarte im Drucker integriert, externe sind eigenständige Server, welche über eine Schnittstelle mit dem Drucker verbunden sind. Es kann sich dabei sowohl um eine kabelgebundene als auch um eine kabellose Verbindung handeln. Der Print-Server macht sozusagen aus einem einfachen Drucker einen Netzwerkdrucker. Er ist dabei durchaus in der Lage Aufträge mehrerer Teilnehmer zu verwalten.

Einsatzbereich
Printserver kommen vor allem dann zum Einsatz, wenn Druckaufträge, welche von einzelnen Arbeitsstationen innerhalb eines Netzwerks versendet werden, durch einen zentralen Netzwerkdrucker verarbeitet werden sollen. Das ist insbesondere dann sinnvoll, wenn viele Teilnehmer in einem Netzwerk die Möglichkeit besitzen sollen, auf ein hochwertiges Druckermodell zuzugreifen, so z. B. im Großraumbüro.

Was ist zu beachten?
Umgangssprachlich wird nicht nur die Hardware, sondern auch die entsprechende Server-Software, welche auch auf einem Computer installiert sein kann, Print-Server genannt.

 

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