Smart Home

 

Smart Home – die intelligente Lösung für Büros und Haushalte

 

Im Zeitalter der Digitalisierung gewinnen internetbasierte Technologien immer mehr an Bedeutung und dem Thema „Smart Home“ wird mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Die Deloitte-Studie „Smart Home Consumer Survey“ für den deutschen Markt, zeigt jedoch, dass intelligente Lösungen für smartes Wohnen noch nicht so weit verbreitet sind. Hierfür wurden im Februar 2018 mehr als 2.000 Verbraucher im Alter von 19 bis 75 Jahren befragt. Von den Befragten nutzen im altersübergreifenden Durchschnitt nur 16 Prozent Smart-Home-Lösungen. Die Anzahl der Nutzer wird jedoch immer weiter steigen. In unserem Smart Home-Ratgeber informieren wir Sie Rund um das Thema Smart Home und dessen Komponenten.

 

Unsere Themen im Überblick

 

 

 

Was ist Smart Home?

 

Unter dem Begriff „Smart Home“ verbirgt sich ein intelligentes Haussteuerungssystem, bei dem Haustechnik und Haushaltsgeräte miteinander vernetzt sind. Dabei können Vorgänge automatisiert und per Smartphone bzw. Computer über das WLAN ferngesteuert werden. Ziel ist es, einerseits die Wohn- und Lebensqualität zu steigern und andererseits ökonomischer und effizienter zu wohnen.
Bereits 1975 konnte man mit dem sogenannten X10-Protokoll, einem stromleitungsbasierten Netzwerkprotokoll zur Gebäudeautomation, Lampen und Thermostate steuern. 1984 kam der CEBus (Consumer Electronic Bus) auf den Markt. Diese Technologie ermöglichte es, auch Alarmanlagen und Unterhaltungselektronik zu steuern.
Anstelle von „Smart Home“ werden auch häufig die Begriffe „Smart Living“, „eHome“ oder „intelligentes Wohnen“ verwendet.

 

 

Smart Home Module

 

Die Smart Home Technologie findet in vielen Bereichen ihren Einsatz. Sensoren und informationstechnische Komponenten sind dabei zentrale Bausteine von Smart Home. Mitunter gibt es intelligente Lösungen für Hausautonomie, Gebäudesicherheit, Energiemanagement, Entertainment und Komfort. Diese einzelnen Module, welchen ihren Einsatz sowohl im Innen- als auch im Außenbereich haben, sind miteinander verknüpft und können individuell an die eigenen Bedürfnisse angepasst und eingesetzt werden.

 

Automatische Jalousien-Steuerung

Durch effizientes Steuern Ihrer Rollläden können Sie Energie sparen, das Raumklima stabilisieren, Ihr Zuhause vor Einbrechern schützen und Ihren Wohnkomfort steigern.

 

Manuelle Steuerung über einen Schalter bzw. über eine Fernbedienung

Sie können mehrere Jalousien über einen zentralen Schalter oder über Wandtaster einzeln steuern.

 

Zeitschaltuhr

Programmieren Sie im Vorfeld die Uhrzeiten, zu welchen die Jalousien heruntergelassen oder hochgefahren werden sollen. Möchten Sie am Morgen vom natürlichen Tageslicht geweckt werden? Dann programmieren Sie die Zeitschaltuhr so, dass bei Sonnenaufgang die Rollläden hochgefahren werden.
Darüber hinaus verleiht eine Zeitschaltuhr Ihrem Zuhause mehr Sicherheit. Durch das automatische Auf und Ab bewegen der Rollläden macht es den Anschein, dass jemand zu Hause ist.

 

Helligkeitssensoren

Tageslichtabhängige Helligkeitssensoren justieren die Jalousien automatisch. Hierbei passen Sie sich an die Intensität der Sonneneinstrahlung an. Lästiges Blenden von der Sonne wird somit vermieden.

 

Wetterabhängige Wetterstation

Diese Steuerungsmöglichkeit nutzt Umwelteinflüsse, um die Jalousien hoch- oder runter zu fahren. Signalisieren die Daten der Wetterstation starken Regen, werden die Jalousien beispielsweise automatisch heruntergelassen. Dieselbe Funktionsweise kann auch bei Markisen angewandt werden, wenn es beispielsweise stark windet.

 

Intelligente Alarmsysteme

ÜberwachungskameraAlarmsysteme sind wahre Helden, welche uns Menschen als auch Gebäude vor Gefahren schützen. Hierbei erkennen Sensoren, wie beispielsweise Lichtschranke oder Bewegungsmelder, ein Eindringen in einen Sicherheitsbereich. Der Alarm kann auf unterschiedliche Weise erfolgen: Per Sirene/Signalton oder durch den Anruf einer Notrufleitstelle. Alarmanlagen können sowohl im Innen- als auch im Außenbereich installiert werden.
Man unterscheidet zwischen Einbruchmeldeanlagen bzw. Überfallmeldeanlagen und Gefahrenwarnanlagen:

Weitere Details bezüglich Alarmanlagen finden Sie in unserem Ratgeber für Gebäudesicherheit.

 

 

Intelligente Klimasteuerung

Smarte Klimasteuerungslösungen haben einen positiven Aspekt auf die Umwelt, reduzieren die Heizkosten und steigern Ihr Wohlbefinden. Heizkörperthermostate helfen Ihnen die Raumtemperatur optimal einzustellen. Smarte Heizkörperthermostate sind mit dem Internet verbunden und mit dem Smartphone und der Wetterstation gekoppelt. Mittels der „Fenster-offen-Erkennungsfunktion“ werden Heizvorgänge automatisch heruntergefahren, sobald ein Fenster geöffnet ist. Per Smartphone-App können Sie Ihrem intelligenten Heizungssystem auch mitteilen, wann Sie Zuhause bzw. außerhaus sind, sodass die Heizung in den definierten Zeiten herunter- bzw. hochfahren kann.

 

Funktionsweise Heizkörperthermostat

Smarter HeizkörperthermostatSmarte Klimasteuerungslösungen haben einen positiven Aspekt auf die Umwelt, reduzieren die Heizkosten und steigern Ihr Wohlbefinden. Heizkörperthermostate helfen Ihnen die Raumtemperatur optimal einzustellen. Smarte Heizkörperthermostate sind mit dem Internet verbunden und mit dem Smartphone und der Wetterstation gekoppelt. Mittels der „Fenster-offen-Erkennungsfunktion“ durch einen Fenstersensor, werden Heizvorgänge durch das Thermostat automatisch heruntergefahren, sobald ein Fenster geöffnet ist. Per Smartphone-App können Sie Ihrem intelligenten Heizungssystem auch mitteilen, wann Sie Zuhause bzw. außerhaus sind, sodass die Heizung in den definierten Zeiten herunter- bzw. hochfahren kann.

 

Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensor

Haben Sie die Raumtemperatur und die Luftfeuchtigkeit immer im Blick, denn sie beeinflusst Ihre Gesundheit. Die optimale relative Luftfeuchtigkeit liegt zwischen 40 und 60 Prozent. Zu trockene Luft trocknet Haut und Augen aus, verleiht einen Juckreiz und kann zu Kopfschmerzen oder Migräne führen. Zu feuchte Luft hingegen ist Auslöser für Schimmelbildungen.
Mit smarten Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensoren können Sie sich das Raumklima auf Ihrem Smartphone anzeigen lassen. Eine grafische Übersicht veranschaulicht Ihnen die Historie der Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsdaten in Ihren Räumen. Bildlich können Sie die Veränderungen in unterschiedlichen Zeitintervallen sehen – von stündlichen bis zu jährlichen Aufzeichnungen.

 

Smarte Lichttechnik

Intelligente Lichtsteuerung oder auf Englisch „smart lighting“ ist die neue Generation der Beleuchtungssysteme. Hierbei werden die Lampen per elektronischem Wandschalter oder Fernbedienung gesteuert. Eine weitere Steuerungsmöglichkeit bieten WLAN-Steckdosen. Diese Steckdosen sind mit dem WLAN verbunden. Die angeschlossenen Geräte können dann per App oder Sprachsteuerung an- bzw. ausgeschalten werden.

 

 

Starter-Sets

 

Gigaste weißStarter-Sets sind ideal, um den ersten Schritt in Richtung Smart Home zu machen. Ein Starter-Paket umfasst häufig einzelne Module wie beispielsweise ein Überwachungskameraset, Heizkörperregelung oder smarte Lichtsteuerung. Die Starter-Sets sind auch so ausgelegt, dass die Technik, die sich dahinter verbirgt intuitiv verstanden wird, sodass man kein Technikexperte auf dem Gebiet sein muss, um die intelligente Lösung zu installieren.

 

 

Homematic IP – eine kompatible System-Lösung

 

Homematic IP, ein Produkt von EQ-3, bietet eine intelligente, einfachere und sichere Lösung Ihr zu Hause in ein Smart Home zu verwandeln. Homematic IP ist cloudbasiert, was bedeutet, dass dieses System nur über eine Internetanbindung funktionsfähig ist und per App gesteuert wird. Die erhobenen Daten werden in der Cloud anonym gespeichert und die Kommunikation zwischen Access Point, Cloud und App ist verschlüsselt. Das VDE-Prüfungsinstitut stellt das durch die VDE-Zertifizierung sicher.
Homematic IP besteht aus unterschiedlichen Modulen, welche Sie sich selbst zusammenstellen und problemlos erweitern können. Dieses System umfasst u.a. folgende Komponenten:

 

 

 

FAQs

 

Was ist der Unterschied zwischen offenen und geschlossenen Systemen?

Offen“ bedeutet, dass Komponenten und Module unterschiedlicher Herstellern beliebig kombiniert werden können. Bei einem geschlossenen System müssen alle Bauteile vom gleichen Systemanbieter verwendet werden, da diese nicht mit Teilen anderer Hersteller funktionieren.

 

Daumen hoch Button grünVorteile Offene Systeme

 

Daumen runter Button rot Nachteile Offene Systeme

 

Daumen hoch Button grünVorteile Geschlossene Systeme

 

Daumen runter Button rotNachteile Geschlossene Systeme

 

Kann man mit einem Smart Home Energie sparen?

Ökonomisches und effizientes Agieren ist ein grundlegendes Ziel, welches durch smarte Lösungen erreicht werden soll. Wie viel Energie letztendlich tatsächlich eingespart wird, hängt von der individuellen Ausgestaltung des smarten Zuhauses ab. In dem Abschnitt Smart Home Module wird genauer auf dieses Thema eingegangen.

 

Was ist Smart Metering?

Übersetzt man Smart Metering aus dem Englischen ins Deutsche, dann versteht man darunter einen intelligenten Zähler, welcher den Energieverbrauch ermittelt. Besonders hierbei ist, dass Zähler und Stromnetzbetreiber über ein Gateway miteinander kommunizieren und somit Daten ausgetauscht werden.
Die intelligenten Zähler finden bereits ihren Einsatz, um den Verbrauch an Strom, Erdgas, Wasser oder Fernwärme zu ermitteln. Dadurch müssen Strom und Wasser nicht mehr händisch von Mietern oder Eigentümern bzw. Angestellten von Energiedienstleistern abgelesen werden.
Besonders im Zusammenhang mit der Energiewende gewinnt das Thema Smart Metering an Bedeutung. Erzeugt man aus erneuerbaren Energien Strom, so ist man von den Wetterumständen abhängig. Eine konstante Stromerzeugung ist nicht gegeben. Durch eine direkte Verbindung zwischen Stromverbraucher und -Erzeuger möchte man der schwankenden Stromerzeugung entgegenwirken und die Energieeffizienz erhöhen. Variable Stromtarife könnten eine mögliche Lösung sein. Desweiteren zeichnet ein Softwaretool die Energiedaten permanent auf. Man kann genau ablesen an welchem Tag man zu welcher Uhrzeit wie viel Energie verbraucht hat.
2015 wurde von dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) ein Gesetzt zur Digitalisierung der Energiewende beschlossen. Laut diesem Gesetzt muss jeder Zähler bis im Jahr 2032 modern oder intelligent sein. Das Smart Meter Rollout wird Schritt für Schritt durchgeführt. So unterliegen im Jahr 2020 Verbraucher unter 10.000 kWh pro Jahr der Smart Meter Pflicht.

 

Smart Home und Big Data – sind meine Daten sicher?

Internet of Things, Big Data und Technik- bzw. Informationsethik sind zentrale Schlagworte die in enger Verbindung mit dem Thema Smart Home stehen. Je mehr Technologien unser alltägliches Handeln beeinflussen, desto bedeutender werden auch Diskusionen Rund um das Thema Datenschutz und Privatsphäre. Durch die Digitalisierung werden immer mehr Daten erhoben, aufgezeichnet und gespeichert. Durch die Einführung des Smart Meters können noch mehr Informationen und Kundendaten aufgezeichnet werden. Technisch ist es somit möglich anhand des Stromverbrauchs Tagesabläufe von Familien zu rekonstruieren. Oft fehlt jedoch das Einverständnis der Konsumenten über die kommerzielle Benutzung der Daten. Es stellen sich Fragen, deren Antworten sich je nach Interessensgruppe unterscheiden: Bis zu welchem Grad ist es ethisch und moralisch vertretbar Daten und Informationen zu sammeln und zu verwenden. Wie weit dürfen Staat oder Unternehmen in die Privatsphäre der Konsumenten eindringen? Und wie sicher sind die smarten Systeme vor Hackerangriffen oder allgemein, wie sieht es mit dem Datenschutz aus?

Sicher ist jedoch, dass das Thema Smart Home in Zukunft eine bedeutende Rolle spielen wird und diese Technologie trotz den kritischen Gedanken zahlreiche positive und gewinnbringende Aspekte für unsere Gesellschaft beinhaltet.