Arbeitskleidung-Ratgeber

 

Gehen Sie mit der passenden Arbeitskleidung ans Werk

 

In vielen Berufen ist das Tragen von ArbeitskleidungKappe fuer Lebensmittelindustrie aus verschiedenen, vor allem aber aus folgenden Gründen, unerlässlich:

Beim Umgang mit Lebensmitteln kommen beispielsweise Arbeitshandschuhe zum Einsatz, auf Baustellen besteht Schutzhelmpflicht und als Staplerfahrer gehören Sicherheitsschuhe zu Ihrer täglichen Ausrüstung.

Auch für Ihren Einsatzbereich stehen Ihnen daher bei Printus neben klassischen Büroartikeln auch zahlreiche Artikel aus dem Bereich Arbeitsschutz zur Verfügung, mit denen Sie Ihre Arbeit sicherer angehen können.
Was es beim Kauf zu beachten gilt, welches Material Ihre Handschuhe haben sollten oder welches die richtige Schutzklasse für Ihre Atemschutzmaske ist, erfahren Sie in unserem Ratgeber. So fällt es Ihnen garantiert leichter, die für Sie passende Arbeitskleidung auszuwählen.

 

Unsere Themen im Überblick

 

 

 

Persönliche Schutzausrüstung

 

Als Persönliche Schutzausrüstung (PSA) wird Arbeitskleidung bezeichnet, welche die Richtlinien erfüllt, die von der Europäischen Kommission bezüglich Arbeitssicherheit und Unfallschutz vorgegebenen werden.

CE-Logo

Produkte mit einer CE-Kennzeichnung entsprechen nicht nur den getesteten Sicherheitsanforderungen, sondern auch den europäischen Standards und Rechtsvorschriften. Folgende Abstufungen sind zu beachten:

 

 

Arbeitshandschuhe

 

In vielen handwerklichen Berufen sind Arbeitshandschuhe als Teil der Arbeitskleidung ein Muss. Aber auch in der Medizin, in der Pflege, im Labor oder in (Groß-)Küchen geht es nicht ohne sie. Die Anforderungen an den richtigen Handschuh sind dabei sehr vielfältig: Über den Witterungsschutz, Chemikalienschutz, Stechschutz, Schnittschutz, Thermoschutz bis hin zum Universalschutz gibt es Arbeitshandschuhe für die unterschiedlichsten potenziellen Gefahrensituationen.

Obwohl bei Arbeitskleidung und damit auch bei einfachen Arbeitshandschuhen der Schutz Ihrer Hände im Vordergrund steht, soll der Tragekomfort selbstverständlich nicht auf der Strecke bleiben. Im Folgenden erfahren Sie, welches Material und welche Eigenschaften für Ihre Zwecke die beste Wahl sind.

 

Das Material – die unterschiedlichen Arten von Arbeitshandschuhen

 

 

Eigenschaften von Einmalhandschuhen

 

Einmalhandschuhe kommen in Bereichen zum Einsatz, in denen die Hygiene eine besondere Stellung einnimmt. Dazu gehören medizinische Berufe, Labore sowie die Chemie- und Lebensmittelindustrie. Wie ihr Name schon andeutet, werden die Handschuhe in der Regel nach einmaliger Verwendung entsorgt.

Ein Tipp: Bestellen Sie Ihre Einmalhandschuhe in unterschiedlichen Farben, um Sie für Ihren jeweiligen Zweck besser unterscheiden zu können, z. B. blau für die Küche, schwarz für die Produktion oder gelb für das Labor.

 

 

Die wichtigsten Normen für Arbeitshandschuhe

 

 

 

Arbeitsschuhe

 

ArbeitsschuheArbeitsschuhe dienen als Schutz für Ihre Füße und sind in vielen Arbeitsbereichen Vorschrift, z. B. in der Industrie, im Bauwesen, im Garten- und Landschaftsbau sowie bei der Feuerwehr.

 

Die Klassifizierung bei Arbeitsschuhen

 

Die Klassifizierung erfolgt in der Regel durch einen genormten Code, der u. a. von der Berufsgenossenschaft vorgegeben wird (Norm: EN 345). Demnach werden Arbeitsschuhe folgenden Klassen zugeordnet:

Letztere sind hierzulande am gängigsten im Bereich Arbeitskleidung und bieten den höchsten Schutz, da sie in der Lage sind, bis zu 200 Joule Energie aufzunehmen und vom Vorderfuß abzuleiten. Dieser Wert entspricht der Aufschlagkraft eines 200 kg schweren Eisenstücks, das aus 1 m Höhe auf den Fuß fällt.

Nachfolgend können Sie alle Eigenschaften von Arbeitsschuhen der unterschiedlichen Sicherheitsklassen entnehmen.
Die Klassen SB - S3 beschreiben hierbei die Eigenschaften von Arbeitsschuhen,
die Klassen S4 und S5 gelten für die Eigenschaften von Arbeitsstiefel.
 

  SB S1 S1P S2 S3 S4 S5
Rutschfest (SRA, SRB, SRC) x x x x x x x
Energieaufnahme im Fersenbereich (E)   x x x x x x
Öl- und benzinbeständig (FO) x x x x x x x
Antistatisch (A)   x x x x x x
Durchtrittsicher (P)     x   x   x
Wasserabweisender Schaft (WR)       x x x x
200 Joule Schutzkappe x x   x x x x

 

 

Bekleidung

 

WarnjackeSchutzkleidung und Warnkleidung

Im Printus Shop finden Sie ein vielseitiges Sortiment an Arbeitskleidung, mit der Sie bei der täglichen Arbeit passend angezogen sind. Dazu gehören Warnjacken, Warnwesten, Warnhosen, Arbeitsjacken, Arbeitshosen, Arbeitsmäntel, Schürzen, Overalls, Kittel, Mützen, Hauben, Knieschoner etc.
Ob Schutzkleidung zum Schutz vor gefährlichen Einflüssen wie Hitze, Kälte und Nässe oder Warnkleidung, mit der Sie sich Ihrer Umwelt besser kenntlich machen – auch hier gelten entsprechende Normen, welche die Anforderungen an die Arbeitskleidung definieren.


 

Die wichtigsten Normen für Schutz- und Warnkleidung

 


 

Atemschutzmaske

 

Gerade im handwerklichen Arbeitsumfeld ist die Atemluft regelmäßig von gefährlichen Partikeln durchzogen. Diese nahezu unsichtbaren Schadstoffe können Ihrem Atmungssystem langfristig schaden. AtemschutzmaskenAtemschutzmaske sollten daher unbedingt Teil Ihrer Arbeitskleidung sein, da sie vor wässrigen und öligen Aerosolen (Flüssigkeitsnebel), Rauch und Feinstaub schützen.

Dabei handelt es sich um sogenannte filtrierende Halbmasken, auch Feinstaubmaske oder Staubmaske (engl. FFP: „filtering face piece“) genannt, die größtenteils aus Filtermaterial wie Polypropylen, Polyester oder Vlies hergestellt und mit Gummibändern sowie formbarem Nasenbügel an die Gesichtsform angepasst werden.

 

Wann ist eine Atemschutzmaske erforderlich?

 

Ausschlaggebend für den vorgeschriebenen Einsatz von Atemschutzmasken ist die Maximale Arbeitsplatz-Konzentration (MAK): Diese benennt die maximal zulässige Konzentration von Staub, Rauch und Aerosolen in der Atemluft, die nicht gesundheitlich schädlich ist. Wenn sie überschritten wird, sind Atemschutzmasken Pflicht.
Aus hygienischen Gründen sind Atemschutzmasken grundsätzlich für den einmaligen Gebrauch (in der Regel für einen Arbeitstag) vorgesehen.

 

Die Klassifizierung bei Atemschutzmasken

 

Atemschutzmasken sind europaweit nach EN 149 normiert.
Entsprechend der Norm wird eine Einteilung in drei Klassen vorgenommen. Als Beurteilungsgrundlage dieser Arbeitskleidung dient die sogenannte Gesamtleckage einer Maske, die folgende Kriterien umfasst:

Klasse Gesamtleckage Schutzwirkung Einsatzbereich
FFP1 max. 25 % Schutz vor ungiftigen und nicht-fibrogenen Stäuben max. 4-fache Überschreitung der MAK
FFP2 max. 11 % Schutz vor festen und flüssigen gesundheitsschädlichen Stäuben, Rauch    und Aerosolen max. 10-fache Überschreitung der MAK
FFP3 max. 5 % Schutz vor giftigen und gesundheitsschädlichen Stäuben, Rauch    und Aerosolen max. 30-fache Überschreitung der MAK

 

Zu Beachten gilt folgendes:
Atemschutzmasken nach EN 149 schützen weder vor Viren, Sporen und Mikroorganismen noch vor Gasen und Dämpfen. Dazu sind spezielle Partikelfilter bzw. Gasfilter notwendig, die bei Atemschutzmasken nach EN 141 und 143 zu finden sind.

 

 

Schutzbrillen

 

Gesundheitsschädliche Dämpfe, Stäube und Flüssigkeiten sowie herumfliegende Teilchen gehören zu den Schadstoffen, die Ihren Augen bei der Arbeit in Labors, in der Industrie, in der Metallverarbeitung etc. schaden können.

In der Regel werden die Sichtscheiben der SchutzbrillenSchutzbrille aus Kunststoff hergestellt, da dieser besonders leicht, schlagfest und robust ist. So erhalten Sie die beste Kombination aus Schutz und Tragekomfort.

 

Die Klassifizierung bei Schutzbrillen

 

Mit Schutzbrillen, die der EN 166 entsprechen müssen, gehen Sie in dieser Hinsicht auf Nummer sicher bei Ihrer Arbeitskleidung. Mit dieser Norm werden die Anforderungen an die Schutzwirkung (auch bis zu 100% UV-Schutz), Sehschärfe und Kennzeichnung zertifiziert. Die Sehschärfe ist dabei in drei Güteklassen unterteilt:

 

Güteklasse Anforderungen Einsatzbereich
1 besonders hoch Dauergebrauch
2 durchschnittlich gelegentlicher Einsatz
3 niedrig Kurzeinsatz

 

Zu Beachten gilt folgendes:
Schutzbrillen, die zum Schweißen eingesetzt werden, müssen besondere Anforderungen erfüllen, die in der EN 169 festgehalten sind. Sie schützen zum einen vor Funken- und Teilchenflug, zum anderen vor übermäßiger Lichtstrahlung im Umgang mit Feuer, Laser und UV-Strahlung.

 

 

Gehörschutz

 

Ihre Ohren werden im entsprechenden Arbeitsumfeld hohen Belastungen ausgesetzt, denen Sie mit dem passenden Gehörschutz entgegensteuern können. Bei der Auswahl für Ihrer Arbeitskleidung können Sie sich an den nachfolgenden Fragen orientieren.

 

Wann ist ein Gehörschutz erforderlich?

 

Gesetzlich vorgeschrieben ist das Tragen von Gehörschutz am Arbeitsplatz ab 85 Dezibel (dB).
Darunter gilt: Ein Lautstärkepegel von 80 dB oder weniger ist für maximal 8 Stunden pro Tag ungefährlich. Jeder Anstieg um 3 dB reduziert diese ungefährliche Belastungszeit jedoch um die Hälfte. Das bedeutet: Bei 83 dB beträgt die Belastungsdauer noch 4 Stunden, bei 86 dB nur noch 2 Stunden. Gehen Sie am besten auf Nummer sicher, denn schon ab 80 dB wird Arbeitgebern empfohlen, Ihren Arbeitnehmern Gehörschutz zur Verfügung zu stellen.

 

Welche Arten von Gehörschutz gibt es?

 

 

Die wichtigsten Normen für Gehörschutz

 

 

Der Dämmwert: Der SNR

 

Der Dämmwert wird mit der Abkürzung SNR beschrieben, die für „Single Number Rating“ (sinngemäß: „allgemeiner Dämmwert“) steht. Er beschreibt die Differenz zwischen der Lautstärke vor dem Ohr und hinter dem Gehörschutz.
Ein Beispiel:
In einer Lagerhalle liegt ein Lautstärkepegel von 105 dB vor, der Gehörschutz weist einen SNR-Wert von 25 dB auf. Am Trommelfell des Arbeiters kommen also noch 80 dB (105 - 25 db) an. Damit liegt er gerade noch im ungefährlichen Bereich.
Mit der Höhe des Dämmwerts fällt auch die Möglichkeit, sich mit anderen zu unterhalten. Folgende Übersicht verdeutlicht dies, darf die Wahl der richtigen Arbeitskleidung jedoch nicht beeinflussen:

Dämmungsgrad Dämmwert Kommunikation
leicht bis mittel weniger als 20 dB uneingeschränkt möglich
mittel bis stark 20 bis 30 dB teilweise möglich
extrem mehr als 30 dB unmöglich

 

 

Kopfschutz

 

In vielen Arbeitsbereichen ist Kopfschutz ein wesentlicher Bestandteil der Persönlichen Schutzausrüstung (PSA). Er dient nicht nur zum Schutz vor herabfallenden Gegenständen, sondern schützt Sie auch in engen Umgebungen mit Anstoßgefahr oder in Höhen mit Sturzgefahr.

 

SchutzhelmSchutzhelme

 

In der Regel werden Industrieschutzhelme aus thermoplastischem Kunststoff (z. B. Polyethylen, Polypropylen) gefertigt, der eine gute Bruchfestigkeit gewährleistet. Für spezielle Einsatzgebiete kommen duroplastische Kunststoffe (z. B. Polyesterharz) zum Einsatz, die auch für hohe Temperaturen geeignet sind und eine gute chemische Beständigkeit aufweisen.

Lebensdauer von Schutzhelmen:
In der Regel gilt: Schutzhelme aus thermoplastischem Kunststoff sind nach 4 Jahren Gebrauchszeit zu ersetzen, Helme aus duroplastischem Kunststoff erst nach 8 Jahren.
Die Haltbarkeit kann sich jedoch durch verschiedene Einflüsse verringern, wie z.B. Witterungsbedingungen, UV-Bestrahlung oder Luftverunreinigung. Darüber hinaus müssen Schutzhelme nach starken Stößen und bei sonstigen sichtbaren Mängeln sofort ausgetauscht werden, da die Sicherheit nicht mehr gewährleistet ist und die Helme als Arbeitskleidung somit Ihre Funktion nicht mehr erfüllen können.

Die Anforderungen an Industrieschutzhelme sind in der EN 397 europaweit einheitlich festgehalten. Neben Angaben zu Werkstoffen, Konstruktion und Trageeigenschaften müssen bestimmte Voraussetzungen bei der Schutzfunktion sowie Auflagen für die regelmäßige Prüfung der Helme eingehalten werden.
 

 

Kappenverstellbare Schildkappe

 

Wenn an Ihrem Arbeitsplatz die Gefahr besteht, sich an gefährlichen Objekten den Kopf zu stoßen, aber das Tragen von Arbeitskleidung oder Industrieschutzhelmen nicht vorgeschrieben ist, dann greifen Sie zu Anstoßkappen. Dabei handelt es sich in der Regel um normale, sportliche Schildkappen, die mit einer (oft herausnehmbaren) Kunststoffeinlage ausgestattet sind.

Die allgemeinen Anforderungen an die Schutzfunktion, Kennzeichnung und Prüfverfahren der Anstoßkappen ist in der EN 812 geregelt.

 

 

Arbeitskleidung: Wer trägt die Kosten?

 

Diese Frage ist nicht eindeutig zu beantworten:

  1. Entscheidet sich der Arbeitnehmer frei dazu, Arbeitskleidung zu tragen, um beispielsweise seine eigene Kleidung zu schonen, dann hat er auch die Kosten selbst zu tragen.
    Ausnahme: Der Arbeitgeber verpflichtet sich durch eine Vereinbarung im Arbeitsvertrag, in einer Betriebsvereinbarung oder in einem Tarifvertrag zu einer Übernahme oder Teilübernahme der Kosten.
    Dasselbe gilt auch für die Reinigung der entsprechenden Kleidung.
  2. Ist das Tragen der Arbeitskleidung vom Arbeitgeber vorgeschrieben, so muss die Kostenfrage zwangsläufig schriftlich geklärt sein, also durch eine Vereinbarung im Tarifvertrag, Arbeitsvertrag oder in einer Betriebsvereinbarung.
    Fallen die Kosten auf den Arbeitnehmer zurück, so müssen diese in einem vertretbaren Verhältnis zum Gehalt stehen.
  3. Bei Schutzkleidung, also bei sämtlichen Bestandteilen der Persönlichen Schutzausrüstung (PSA), die nach den Unfallverhütungsvorschriften vorgeschrieben sind, ist der Arbeitgeber nach § 618 Abs. 1 BGB zur Bereitstellung verpflichtet.
    Darüber hinaus trägt er die Kosten für die Anschaffung und Unterhaltung der PSA.