Feuerlöscher

 

Feuerlöscher – ein lebensrettendes Löschmittel im Ernstfall

Immer wieder kommt es in privatem oder im betrieblichen Bereich zu Bränden. Brandschutz und Präventionsmaßnahmen können schwere Brände verhindern oder zumindest eindämmen. Das InstitutFeuerlöscher für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer untersuchte in dem Zeitraum von 2002 bis 2017 Brände, die enorme Gebäudeschäden mit sich zogen. Laut dieser Studie werden 32 Prozent der Brände durch Elektrizität verursacht, gefolgt von menschlichem Fehlverhalten (17 Prozent) und 9 Prozent durch Überhitzung.
Ein Feuerlöscher gehört als renommiertes Löschgerät zur Plicht-Ausstauung eines jeden Unternehmers. Mit unserem Ratgeber geben wir Ihnen einen Überblick über unterschiedliche Feuerlöscher-Typen und Mechanismen.

 

Unsere Themen im Überblick

 

 

Die Brandklassen

Brandklassen dienen dazu, Brände zu klassifizieren und daraus ableitend das passende Löschmittel zu identifizieren. Die folgende Tabelle gibt Ihnen einen Überblick über die verschiedenen Brandklassen.

 

Brandklasse Stoffeigenschaften Beispiele Geeignete Feuerlöscher
A Feste Stoffe, organisch, verbrennen i.d.R. unter Glutbildung Papier, Textilien, Holz,…
  • Glutbrand-Pulverfeuerlöscher
  • Schaumlöscher
  • Wasserlöscher
B Flüssige / flüssig werdende Stoffe Öle, Teer, Benzin, Paraffin,…
  • Glutbrand-Pulverfeuerlöscher
  • Schaumlöscher
  • Kohlendioxid-Löscher
C Gase Erdgas, Wasserstoff, Methan,…
  • Glutbrand-Pulverfeuerlöscher
D Metalle Lithium, Magnesium, Aluminium,…
  • Metallbrandlöscher
E wurde abgeschafft

Elektrische Niederspannung

(< 1.000 Volt)

  • Alle Feuerlöscher können eingesetzt werden
F Speisefett, Speiseöl Fett/Öl in Frittier-/Fettbackgeräten
  • Glutbrand-Pulverfeuerlöscher

 

 

Feuerlöscher-Typen

Es gibt keinen Universalfeuerlöscher, mit dem man alle Brandfälle löschen kann. Je nach Brandklasse kommen unterschiedliche Feuerlöscher zum Einsatz.

 

Pulver-Feuerlöscher

Ein Pulver-Feuerlöscher wird als Allrounder bezeichnet, da er viele, jedoch nicht alle Arten von Bränden bekämpfen kann. Dieses Löschmittel wird bei Feuer der Brandklassen A, B und C eingesetzt und dient zur Sicherheit von Menschen, Gegenständen und Umwelt.

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Schaum-Feuerlöscher

 

Durch den Stick- und Kühleffekt dient ein Schaum-Feuerlöscher zum Löschen von Bränden der Brandklasse A und B.

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CO2-Löscher

 

Bei einem Kohlenstoffdioxid-Löscher ist das Löschmittel, wie der Name schon sagt, CO2, welches die Flammen durch das Verdrängen von Sauerstoff erstickt. Dieser Lösch-Typ ist ausschließlich für Brandklasse B geeignet.

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Wasser-Feuerlöscher

 

Durch das Wasser werden thermische Reaktionsvoraussetzungen gestoppt und die Entzündungstemperatur gesenkt.

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Nachteile

 

Metallbrand-Feuerlöscher

 

Ein Metallbrand-Löscher ist ein Sonder-Pulver-Löscher für die Brandklasse D. Er ist dafür ausgelegt, Brände mit Temperaturen von 1.000 °C bis 4.000 °C zu löschen.
Wichtig: Wie Fettbrände, dürfen auch Metallbrände wegen Explosionsgefahr nicht mit Wasser gelöscht werden.

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Nachteile

 

Fettbrand-Feuerlöscher

 

Ein Fettbrand-Feuerlöscher ist ein Speziallöscher, welcher besonders für Fettbrände (Brandklasse F) konzipiert ist. Durch das Bilden einer Sperrschicht senkt er die Entzündungstemperatur des Brandguts. Mit ihm können auch Brände der Brandklasse A und B bekämpft werden.
Wichtig: Fettbrände darf man niemals mit Wasser löschen, da dies eine Explosion herausfordert.

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Automatische-Feuerlöscher

 

Automatische-Feuerlöscher sind auch als Sprinkleranlagen oder Sprühwasserlöschanlagen bekannt. Sie werden als automatisch charakterisiert, da diese bei einer gewissen Temperatur selbstständig auslösen. Man unterscheidet zwischen Nass- und Trockenanlagen:

Nassanlagen:

Trockenanlagen:

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Kleinlöschgeräte

 

Löschdecke

 

Löschdecke, fire blanketDie Löschdecke aus Glasfasergewebe, Nomex oder Kevlar gehört zu den ältesten Brandbekämpfungsmethoden. Mit ihr können kleine Brände gelöscht werden. Zudem ist sie leicht zu transportieren und der ideale Begleiter im Auto.

 

Löschspray

 

Mit einem Löschspray können Entstehungsbrände gedämmt werden. Die handliche Dose ist sehr leicht und kann durch die einfache Funktionsweise auch gut von Kindern ohne große Gebrauchsanleitung benutzt werden. Jedoch ist ein Löschspray nicht für große Glutbrände ausgelegt und ersetzte keines Wegs einen Feuerlöscher, sondern dient lediglich als Ergänzung. Das günstige Löschmittel ist in seiner Haltbarkeit i.d.R. bis auf 3 Jahre begrenzt.

 

 

Unterschied Dauerdrucklöscher und Aufladelöscher

 

Ob ein Feuerlöscher ein Dauer- oder Aufladelöscher ist, entnehmen Sie den Artikeldaten. Pulver- und Wasserlöscher gibt es beispielsweise in beiden Varianten.

 

  Dauerdrucklöscher
(Permanentlöscher)
Aufladelöscher
Vorteile
  • Sofort einsatzbereit
  • Günstige Anschaffungskosten
  • Durch den Aufladevorgang wird die Löschsubstanz aufgelockert und durchgemischt, was die Löschqualität steigert
  • Keine Undichtigkeit
  • Geringere Folgekosten
  • Längere Lebensdauer
Nachteile
  • Allmählicher Druckverlust möglich
  • Ohne regelmäßige Prüfung ist ein Versagen im Ernstfall nicht ausgeschlossen
  • Hohe Wartungs- und Instandhaltungskosten
  • Konstanter Druck drückt das Löschmittel im Druckbehälter zusammen, was die Löschqualität minimiert
  • Hohe Anschaffungskosten

 

Aus der Gegenüberstellung wird ersichtlich, dass Dauerdrucklöscher mit ihren günstigen Anschaffungskosten punkten, wohingegen Aufladelöscher in puncto Qualität die Nase vorne haben und somit auch als die etwas hochwertigeren Feuerlöcher bezeichnet werden.

 

 

Präventionsmaßnahmen